Allgemeine Meldungen Altstadt

  • Luitpoldstraße 15 - "Bruderherz"


    Jetzt können wir durchaus gespannt sein, was Gutmann am anderen Ende der Luitpoldstraße realisieren wird.


    Nachdem nun das Frank'ness vom TV-Koch Hermann bald Einjähriges feiern kann, ist mittlerweile ist auch das repräsentative Gutmann-Projekt in der Luitpoldstraße 15 fast fertig, die NZ berichtete. Dort ist eine Gastwirtschaft und Restaurant sowie ein Hotel der offenichtlich gehobeneren Kategorie entstanden. Nicht nur von Außen ist der schmucke Altbau wieder eine Schönheit geworden, mit den denkmalgerechten grau gestrichenen Sprossenfenstern und den rekonstruierten Segmentbogenfenstern im Erdgeschoss. Auch im Innern ist die Anlage sehenswert udn liebevoll bis ins Detail hergerichtet, wenngleich einen leider keine Rekonstruktion des Ursprungszustandes erwartet. Die Luitpoldstraße wirft so langsam ihr Schmuddelimage ab, weiter so!




    Als nächstes muss ja der Wiederaufbau der Dachlandschaft des ehemaligen Café Kerzinger direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite bald abgeschlossen sein, das Dach ist fertig eingedeckt, die Fenster eingesetzt aber die wiederaufgebauten Zwechgiebel sind noch nicht mit Sandstein verkleidet.

  • Wiederaufbau Kriegerdenkmal


    Nachdem die prächtige Säule mit ihrer Bronzefigur nun jahrelang aus dem Stadtbild verschwunden war und nur ein trauriger Rumpf bzw. zuletzt eine Baustelleneinhausung vor Ort zu sehen war, wurde die Säule diese Woche wieder aufgestellt.



    Wie die Presse berichtete wurde dazu eigens ein Autokran aufgestellt und die Straße zeitweise komplett abgesperrt, da die große Granitsäule und die Bronzefigur nicht anders sicher aufzustellen und zu montieren war. Das Kriegerdenkmal am Köpfleinsberg. Wie man auf den Bildern von heute erkennen kann ist der Unterscheid zur verwitterten Situation vorher enorm. Ich denke in wenigen Tagen dürfte die Baustelleneinrichtung endlich abgebaut sein.

  • Heute nochmal ein paar Eindrücke von der endlich fertig restaurierten Säule:




    Eigentlich kaum vorstellbar weshalb der Ort jahrelang hinter Planen eingerüstet sein musste. Aber es hat sich gelohnt, schaut top aus!

  • Neubau Breite Gasse 71-73 (ehem. "Schuh Leiser")


    Ich hab eben im Netz folgende Homepage gefunden:
    http://www.newporthh.de/compan…e=72432529&tt_content=666


    Dort sind Bilder zu dem dortigen Bauprojekt zu sehen. Die Entwürfe stammen von "Jessenvollenweider" (http://www.jessenvollenweider.ch/home/). Der Baukunstbeirat hat die Pläne bereits abgesegnet, offenbar werden hier bald die Bagger anrollen.
    zu sehen ist eine ordentlich gegliederte Fassade die von der Kubatur gut an die Kreuzung Breite Gasse/Färberstraße passt. Sicher eine deutliche Verbesserung der heute recht verhunzten Lösung mit dem Flachbau.


    Einen Artikel zu Bauvorhaben aus April 2018:
    http://www.nordbayern.de/regio…ergs-innenstadt-1.7496428


    d.

  • Neubau Breite Gasse 71-73 (ehem. "Schuh Leiser")


    ... Sicher eine deutliche Verbesserung der heute recht verhunzten Lösung mit dem Flachbau.
    d.


    Stimmt. Nur leider eine Verbesserung auf dem insgesamt sehr niedrigen Niveau des Umfelds der gesamten Breiten Gasse.

  • Ehemaliges Tucher Bräu, Kartäuser Tor 1 (ehem. Braustüberl am Opernhaus)


    Die Stadt Nürnberg wird in die bis 2012 als Gaststätte genutzte Immobilie ca. 5 Millionen EUR investieren. Ziel ist es, das zwischenzeitlich auch als Schlafstätte genutzte Gebäude wieder gastronomisch zu nutzen.
    Im Zuge der Sanierung werden auch die angrenzenden Stadtmauertürme Frauentormauer 19 und 17a denkmalgerecht renoviert.
    2021 soll alles fertig sein.


    http://www.nordbayern.de/regio…-wiedereroffnen-1.8739003


    https://online-service2.nuernb…/si0056.asp?__ksinr=15038


    d.

  • Sparkassenbau Haus C / Hof / Ostermayerpassage

    Nach nun weit über zwei Jahren Bauzeit ist am Sparkassenhauptgebäude in der Lorenzer Straße wieder Ruhe eingezogen. Die Bauarbeiten sind beendet, der große Bürobau ist modernisiert. Von außen setzt sich die hochwertige Anmutung der Straßenfassade fort. Eine mit mineralischen Platten verkleidete Fassade mit Fugen lassen den Bau gut aussehen:



    Im Erdgeschoss ist eine große Lokalität eingezogen, die sich selbstbewusst über die riesigen Glasfenster präsentiert, die Ecken sind sogar aus gebogenem Glas.



    Das Lokal mit dem Namen "achtzehn21" weist auf die Geschichte der Stadtsparkasse an diesem Ort hin:



    Das Lokal ist vom Namen her nicht zu verwechseln mit dem "achtzehn97" in Gostenhof. Im Hof sollte sich ebenfalls eine Metamorphose vollziehen, man hatte erkannt, dass sich die Stelle als Zugang zu einer zauberhaften Fußgängerpassage aus den 1950'ern zu präsentieren hatte. So sollte es nach dem Vorschlag der Architekten werden:



    Visualisierung: Baum + Kappler, Nürnberg


    So sah es noch 2016 aus:



    In den Visualisierungen hatte sich ja 2016 hoffnungsvolles angekündigt. Die Realität ist allerdings etwas ernüchternd:



    Die Fassade des Hochbaus ist leider nur einfach verputzter Schaumstoff und so leider recht provinziell geblieben. Ansonsten dominiert graues Pflaster und zwei große Betonklötze zum Hinsetzen. Das bisschen gut gemeinte Grün im Hof ist leider auch verschwunden. Immerhin, die großen Fenster sind ein riesiger Gewinn für den Ort, der aber immernoch eher ein trister ist. Hätte man nicht wenigstens anstatt der Klötze ein paar anständige Bänke hinstellen können, oder mehrere, eine "Bankengruppe" sozusagen, mit einem "mobilen Baum" in der Mitte?

  • Dieser Sparkassen-Hinterhof wirkt, so gelungen der geschwungene Restaurantbau durchaus ist, leider schlichtweg tot.


    Zwei Bäume und es sähe komplett anders aus. Aber auf solch einen Geniestreich kommt in Nürnberg meistens weder die Stadt noch ein privater Bauherr.

  • Die Sanierung des Parkhauses an der Augustinerstraße hat begonnen. Wir erinnern uns, das Parkhaus soll eine neue Fassadenhaut bekommen:



    Wie genau die neue Fassade aussehen wird ist mir aber nicht gegenwärtig. Weiß hier jemand einen Fundort?

  • Sanierung Fassade Polizeipräsidium

    Bereits 2014 wurden die Planungen für die Fassadenmodernisierung des Polizeipräsidiums am Jacobsplatz vorgestellt. Seither ist einige Zeit ins Land gegangen, in der sich auch etwas getan hat.



    Der Bauherr, das Polizeipräsidium selbst, wünscht sich eine energetische Effizienzsteigerung, mehr Sicht- und Blendschutz und ein etwas offeneres, einladenderes Erdgeschoss. Der Aufgabe haben sich bbp-Architekten angenommen, und das Bauvorhaben aufgrund seiner Sensitivität inmitten historisch bedeutender Umgebung am Montag dem Baukunstbeirat vorgestellt.



    Quelle: Vorlage bbp-architekten beim Baukunstbeirat Nürnberg, 14.01.2015


    Mit den Seitenflügeln hat man begonnen, sie sind nun fertig saniert und im Stadtbild zu sehen, hier der kurze Flügel an der Schlotfegergasse:



    Auf den ersten Blick hat mich der Anblick ziemlich schockiert, denn der Bau ist zwar wesentlich moderner und freundlicher geworden, aber trotzdem ist keinerlei Bezug zur Nürnberger Altstadt oder der baulichen Umgebung hergestellt worden. Der Vorzustand (google streetview), der freilich noch weniger ansehnlich war, wurde letztlich in die heutige Zeit transformiert. Es wurde modernisiert, aber nicht aufgewertet.


    Auch der langgezogene Seitenflügel bis zur Mostgasse ist in derselben Gestaltung fertig gestellt:



    gegenüber, die andere Straßenseite:




    Vorzustand:



    Leider hat man hier wohl wieder gespart und den unbefriedigenden gestalterischen Zustand in die Zukunft übertragen anstatt ihn wirksam aufzuwerten, wie ich es gehofft hatte. Jetzt wird es an der Realisierung der Hauptfassade liegen, ob sich die Sanierungsmaßnahme auch für das Stadtbild und den historisch bedeutenden Jacobsplatz auszahlen wird. Noch ist beim Haupteingang ist noch nicht viel erkennbar, außer dass man leider bereits die Wappenplastik des Polizeipräsidiums Mittelfranken unten links entfernt hat, sicherlich ein Einzelstück und Sonderanfertigung für das Gebäude. Ich hoffe die Plastik ist noch erhalten und wird wieder verbaut werden!



    Vorzustand und Planung:




    Die Planung der Architekten sieht eine absolut unauffällige Eingangssituation vor, in der sich das Polizeipräsidium ganz bescheiden zu erkennen gibt:



    Visualisierung: bbp Architekten


    Jedesmal wenn ich dort entlang komme schaue ich, ob die selbstbewusste Bronzeplastik der Noris noch über dem Eingang thront, noch ist sie da. Ich hoffe man besinnt sich und erhält dieses Stück Kunst am Bau, man kann sie ja höher anbringen dass besucher nicht das Gefühl bekommen die Krallen verhaken sich im gut gekämmten Haupthaar. Ich fände es im Jahr 2019 durchaus angemessen, dass sich ein Polizeipräsidium selbstbewusst darstellt und seine Hoheitlichkeit deutlich ausstrahlt. Das muss ja nicht zwingend in monumentaler Architektur umgesetzt werden, aber sichtbare Hoheitszeichen, v.a. wenn sie schon historischen Wert erlangt haben, sollte man nicht leichtfertig der Modernisierung opfern.

  • Jede Vorstadtgarage hat mehr Ausstrahlung als diese neu "gestalteten" Gebäuderiegel an einem zentralen und sogar noch weitgehend intakten Ort der Altstadt. Nach dem Entwurf und den bisherigen Ausführungen schwindet meine Hoffnung, dass der Hauptbau da noch viel zum Guten wenden wird.


    Manchmal finde ich es richtig enttäuschend, mit was für einer duckmäuserhaften Einstellung die öffentliche Hand baut, immer mit latenter Panik vor dem Bund der Steuerzahler und dem steuerzahlenden deutschen Michel. Anderswo sind es die Staaten als Bauherren, die selbstbewusst für architektonische Highlights sorgen. Bei uns reicht in den meisten Fällen quadratisch-praktisch-gut...


    Wobei ich ausdrücklich anerkenne, dass gerade der Staat und die Stadt in Nürnberg auch für qualitätsvolle Bauten gesorgt haben (Schauspielhaus-Neubau, Neues Museum, Doku-Zentrum, aus meiner Sicht ebenfalls das geplante Konzerthaus). Aber jenseits des Kulturbereichs war/ist auch einiges an funktionalem Durchschnitt dabei (neues Justizzentrum, Info-Zentrum an der TH Nürnberg). Der größte Testfall werden dann die Uni-Bauten sein: sowohl für die FAU der Ersatz-Neubau für die maroden Erziehungswissenschaften der alten EWF in der Regensburger Straße, die in den Nürnberger Norden verlagert werden soll (Schöller-Areal?), und dann natürlich das komplette Quartier der künftigen TU Nürnberg...!


  • Nun, das Endergebnis ist im Vergleich zum Urzustand dann doch eher ernüchternd..... Zwar besser als das Behelfsdach, aber ein wirklicher Hingucker ist es auch nicht geworden und fällt gegenüber den anderen Sanierungen in der Luitpoldstraße doch spürbar ab.


  • Randbebauung Hans-Sachs-Platz

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    ah, es geht also endlich los.


    Ich hatte zuletzt im Januar 2016 dazu was geschrieben: Klick, Beitrag 146


    Bereits seit 2016 gibt es hier konkrete Pläne der ESW, der die meisten Nachkriegsbauten am Rand des Hans-Sachs-Platzes gehören. Die Häuser sollen energetisch saniert und dabei aufgestockt werden. Überraschenderweise gab es daran recht wenig Kritik, ist doch der Platz durchaus wichtig im Altstadtgefüge und in jede Veransatltung in irgend einer Weise eingebunden. Auf der ESW-Website habe ich dazu nur eine schlanke Umzugsmeldung gefunden.
    Jedenfalls, nach den Bauarbeiten soll der Platz insbesondere durch Außengastronomie belebt werden, und Parkplätze werden wegfallen. An sich schon positiv.



    Die auf diesem Foto sichtbaren Blumeninseln fallen allerdings weg, was ich schade finde. Die ghören irgendwie zur Platzgestaltung dazu.


    Wie genau es hinterher aussehen soll weiß ich nicht. Die Spuren haben sich aufgrund der in totale Diskretion und Investorenschutz zurückgezogenen BKB-Aktivitäten verloren. Vom BKB geht leider keine wirksame Öffentlichkeitsarbeit im Sinne von Teilhabe und Information mehr aus. Sehr bedauerlich und einem fruchtbaren Diskurs wohl wenig zuträglich.

  • Dachwiederaufbau Luitpoldstraße 16

    Das Projekt ist wirklich enttäuschend gelaufen. Ich hatte mich schon sehr auf das Ergebnis gefreut, ist die kurze Luitpoldstraße doch eine der prächtigsten in der Altstadt und noch immer weit unter ihren Möglichkeiten.


    Man sieht dem Haus leider immernoch an, dass der Eigentümer wohl keinerlei Lust hat das Haus aufzuwerten und darin zu investieren. Das Dach wurde einfachst wieder aufgebaut, lediglich die Mindestanforderungen des Denkmalschutzes dürften eingehalten worden sein. Aber an die Qualität der anderen Projekte in der Straße, die in den letzten 2 Jahren umgesetzt wurden, reicht das bei Weitem nicht heran. Billige Styroporfassaden an den beiden Giebeln, die Fenster sind m.E. auch nicht richtig proportioniert und der gesamte Rest der Fassade ist unangetastet geblieben - man hätte sie ja mal reinigen können. Zusammen mit den übrigen hässlichen Fenstern mit hässlichen Rolläden usw. ist es noch immer der architektonische Tiefpunkt der Straße. Ich hatte deswegen bisher echt keine Lust ein Foto zu entwickeln, der Kasten wird uns wohl so erstmal erhalten bleiben.

  • Jakobstraße 34

    Bei dem verwahrlosten mittelalterlichen Bürgerhaus in der Jakobstraße 34 steht nun ein Gerüst, es scheint also mit der Rettung eines der ganz wenigen verbliebenen mittelalterlichen Häuser in der Lorenzer Altstadt voran zu gehen:



    Im rückwärtigen Bereich werden Mauern wieder aufgerichtet, mehr ist wegen der Plane aber erstmal nicht zu erkennen.



    Auf dem Bauschild zeichnet das Architekturbüro Conn und Giersch für die Planung und restauratorische Fachbetreuung verantwortlich. Laut Denkmalatlas geht der Kern des Gebäudes auf das Jahr 1448 zurück (Aktennummer E-5-64-000-1).


    Bisheriges Erscheinungsbild, dem sich das Ergebnis wohl wieder sehr annähern wird, mit gefälligerem Farbkonzept und passenden Fenstern:



    Es hieß mal, dass die restaurierung dieses Gebäudes mit der Nutzung des brachliegenden Nachbargrundstücks verknüpft wird. Sollte alsod a neu gebaut werden kann man nur hoffen, dass dies die restauratorischen Annstrengungen gestalterisch nicht zunichte macht, z.B. in dem man einen falsch verstandenen "Kontrast" errichtet. Der Kontrast ist bereits da, weit udn breit steht kein vergleichbares Bürgerhaus mehr. Es gilt also angepasst zu bauen, so wie man es beim Nachbarhaus rechts es versucht hat.

  • Jakobstraße 34

    Links neben der Jakobstraße 34 stand bis zum Zweiten Weltkrieg ein dreigeschossiges, traufseitiges Haus mit Vollsandsteinfassade und Mansarddach. Es handelte sich höchstwahrscheinlich um einen Bau des 19. oder frühen 20. Jahrhunderts. Ein kleiner Rest des Bauwerks "klebt" noch an der Brandwand der Nr. 34. Es wäre sicher nicht das Schlechteste, orientierte man sich bei dem geplanten Neubau am historischen Vorgänger.