Neu- und Umbau Schulen und Hochschulen

  • Neubau Informationszentrum Ohm-Hochschule

    Der Hochschulcampus wächst. Die Georg-Simon-Ohm-Hochschule erhält ein neues Besucherzentrum am der Adresse Prinzregentenufer 39. Der Freistaat als Bauherr tritt hier auf und realisiert ein infrastrukturell für Nürnberg wichtiges Bauprojekt.



    Gebaut wird ein zeittypischer Entwurf, der leider nichts nürnberg-typisches hat, aber dennoch einen qualitativen Anspruch erfüllt:



    Visualisierung: Atelier 30 Architekten, Kassel


    Die Ähnlichkeit zum vergleichbaren Projekt desselben Bauherren an der Fürther Straße ist augenfällig. Natursteinfassade mit schmalen, senkrechten Schießschartenfenstern sind eben grade der Renner. Vor knapp 10 Jahren in Berlin wie unkraut aus dem Boden geschossen sind diese Entwürfe dort nun schon langsam altbacken, jetzt entstehen auch hier einige davon. Sei es drum. Immerhin, das städtebauliche Desaster, das sich vor knapp 5 Jahren an der Bahnhofstraße mit dem Neubau der Architekturfakultät abspielte, wird nicht wiederholt. Der Altbestand ist schon entfernt, die Tiefbauarbeiten haben begonnen.


  • Neubau Ganztagsschule am ehem. Schlachthofgelände

    Der Neubau der Johann-Pachelbel-Realschule in Großreuth kommt voran, letztens bin ich dort lang gekommen und habe gesehen dass der Rohbau des Schulneubaus schon ziemlich weit ist.


    Aber nicht nur dort, auch in St. Leonhard ist der Neubau der Ganztagsschule nahezu fertig. Der Siegerentwurf des Wettbewerbs der Hausmann Architekten Aachen wirkt zudem elegant und zeitlos, wenn auch nicht wirklich aufregend und innovativ. Sei es drum, eine Klinkerfassade geht immer und wirkt auch immer wertig und haltbar.


    Impressionen, von der Rothenburger Straße aus gesehen:




    Die Schule liegt erhöht auf dem ehemaligen Schlachthofgelände und schirmt so das Wohngebiet dahinter vom Lärm des FSW ab. Da aber - wenn es denn mal in die Gänge kommen sollte, der FSW hier mal unterirdisch verlaufen soll, könnte diese Ecke des Stadtteils deutlich an Wohnqualität gewinnen und diese Abschirmung überflüssig machen.


  • Abriss und Neubau Maria Ward Schule


    Am Kesslerplatz erweitert nicht nur die Ohm-Hochschule (Beitrag 21). Auch die Katholische Kirche, das Bistum Bamberg, modernisiert und erweitert den beeindruckenden Schulkomplex der Maria-Ward-Schule am Kesslerplatz. Das Projekt, für den es bereits 2012 auch einen Architekturwettbewerb gegeben hatte (Link: https://www.competitionline.com/de/ergebnisse/103809) ist schon mittendrin. Ziel ist es, die interessanterweise wirklich nicht alte, aber offensichtlich nicht in Gänze sanierbare Schule aus den 1960'er Jahren zu modernisieren, sondern auch ihre Kapazitäten zu erweitern. Die Abrissarbeiten an den preisgegebenen Trakten sind im vollem Gange:



    Die Flachbauten an der Arnulfstraße werden einem hochmodernen Neubaukomplex Platz machen. Hinsichtlich der Unsanierbarkeit geht es wohl exakt um diese Bauteile.




    Es wird aber nicht alles abgerissen. Gott sei Dank, denn die Schule ist architektonisch nicht völlig wertlos. Der Eingang vom Kesslerplatz erinnert wohl noch etwas an eine Klosteranlage, die hier einmal gestanden hatte. Hier befindet sich das sog. "Konvent", ein zu zu erhaltender Verwaltungstrakt.



    Die Gebäude rechts im Bild bleiben daher erhalten, und geben die Architektursprache für den Neubau vor. Erfreulich, denn hier sind doch einige zeittypische Gestaltungsmerkmale zu sehen, um die es schade wäre. In den 1960'ern hat man noch mehr als heute mit dem Baustoff Beton experimentiert und gestaltet. Heute macht man das nicht mehr, in unserem armen und von Entbehrungen geprägten Alltag hat Kunst am Bau leider keinen Platz mehr!




    Das Architekturbüro H2M-Architekten aus Kulmbach hatte 2012 den Wettbewerb gewonnen und zeichnet nun für die Realisierung verantwortlich. Es wird ein ziemlich wuchtiger Schulneubau entstehen, der den benötigten Platz bieten wird. Gleichzeitig bekommt der an seiner Südkante ausgefranste Kesslerplatz eine markante Raumkante mehr, und wird so mehr als Platz definiert.



    Visualisierung: H2M-Architekten, Kulmbach


    Zum großen Innenhof hin wird ganz anders gearbeitet. Es wird eine Glasfassade mit dynamisch-organisch laufenden Streben geben. Ob das so glücklich ist, da bin ich als Laie nicht überzeugt. Ich denke das wird eher nervige Blendreflexe und Spiegelungen geben, aber da ließe ich mich überzeugen. Es gibt ja heute auch interessante Beschichtungen auf Glas.



    Visualisierung: H2M-Architekten, Kulmbach


    Weitere Visualisierungen gibt es aktuell hier zu sehen: http://maria-ward-schulen-nuernberg.de/gym/neubau/neubau.htm und weitere Informationen bei den ausführenden Architekten: http://www.h2m-architekten.de/…a-ward-schulen-nuernberg/


    Wirbel hat es um die Abholzung eines größeren Baumbestands an der Theodorstraße gegeben, wo zwischenzeitlich ein Behelfsbau aus Holz fertig gestellt worden ist. Dieser soll nach Ende der Bauphase wieder abgebaut und andernorts wieder eingesetzt werden können. Hier wird der Schulbetrieb während der Bauarbeiten weitergehen.



    Manche Provisorien halten ja länger als gedacht, würde mich nicht wundern wenn der Flachbau etwas länger stehen bliebe. Links der zu erhaltende Altbau, rechts der Behelfsneubau, der bald wieder verschwinden soll:



    Insgesamt ein spannendes und ambitioniertes Projekt. Die Informationen, die ich hierzu im Netz auftreiben konnte, sind leider etwas wiedersprüchlich. Die Visualisierungen oben weisen auf einen riesigen Schulkomplex als geschlossenen Neubau hin. Dies bedeutet auch, wenn ich das richtig lese, dass die bestehenden Bauten am Prinzregentenufer komplett verschwinden werden. Das wäre natürlich eine riesige Verschwendung von grauer Energie, von bestehenden und substanziell sehr langlebigen und einst teuer erstellten Baumassen.



    Eine andere Funktionsskizze zeigt jedoch, dass diese viergeschossigen Hochbauten (zweites Foto dieses Beitrags) in ein Sanierungskonzept einbezogen werden:



    Skizze: EGS Ingenieurgesellschaft mbH


    Auch das ausführende Architekturbüro liefert hierzu eine offensichtlich aktualisierte Übersicht (Link). Angesichts der ökologischen Bilanz dieser Sanierung wäre das natürlich von Vorteil, denn sonst würden tatsächlich 5 Gebäude mit mehreren Tausend Quadratmeter abgerissen um gleich wieder neu gebaut zu werden (google Maps). Soetwas kann ja eigentlich nicht sein, wenn man heutzutage noch über doppelt so alte Schulpaläste problemlos und gerne nutzt. In beiden Szenarien fällt aber der langezogene Block am Prinzregentenufer und macht einem Schulhof Platz. Der Straßenzug wird sich an dieser Stelle also einmal deutlich wandeln.



    Insofern stehen sich hier die in der Presse im März 2016 wiedergegebenen Aussagen ("Abriss statt nicht endender Flickschusterei") und aktuelle Pläne der Architekten gegenüber. Aber es wird sich ja in wenigen Tagen zeigen was hier realisiert wird. Aktuell sind die Schulhäuser an der Arnulfstraße Ecke Prinzregentenufer nur beräumt und entrümpelt, aber noch nicht von den Abbruchgeräten angeknabbert.

  • Hab ich was auf den Augen ? .. bin ich zu alt um zu lesen ? aber es steht im Zeitungsartikel auch so drin . 100 Millionen für EINE Schule ?!?!


    Einfach auf den Punkt, Korruption???


    Warum kostet eine lumpige Schule mit einfachster Architektur 100 Millionen Euro? Da schwant einem böses.


    Die Schüler in Langwasser sind wohl hierbei eher das kleinste Problem..

  • Das Gymnasium Wendelstein, dass jetzt mit dem ersten Anbau dann etwa Platz für 1000 Schüler hat, hat dann etwa 40 Millionen gekostet, hat aber nur eine Sporthalle und die Außenanlagen für Sport waren schon vorhanden.


    Da scheinen mir 100 Millionen für eine wesentlich größere Schule (die alte BBGS hatte mal fast 2000 Schüler) inklusive der ganzen zusätzlichen Anlagen (die BBGS ist eine Sportschule) zwar teuer, aber nicht völlig übertrieben.


    Und über die Schüler oder die Menschen eines Stadtviertels so herzuziehen, zeugt von einer für Architekten unangebrachten Haltung.

  • Ok, dann machen wir doch die Rechnung, wenn eine Schule mit Platz für 1000 Schüler knapp 40 mio. Kostet, dann müsste eine Schule für 2000 Schüler eigentlich 80 mio. Kosten und nicht 100.


    Wo bleiben die restlichen 20 mio.???

  • Du öffnest da eine Milchmädchenrechnung. Es ist schon ein großer Unterschied, ob noch ein Sportplatz mit gebaut werden soll oder nicht. Oder eine Turnhalle, eine Zufahrtsstraße. Von notwendigen Gründungsarbeiten mal ganz zu Schweigen. Man kann auch auch nicht sagen dass ein Auto mit 4 Sitzplätzen doppelt so viel kosten darf wie ein Auto mit zwei Sitzplätzen.


    Ich verstehe aber grundsätzlich was du meinst. Eine Schule wird wohl meistens schlüsselfertig und voll ausgestattet kalkuliert und beauftragt. Und du bezweifest, ob man für die verbaute Klobrille tatsächlich auch den handelsüblichen Baumarktpreis von k.A. 39,99 EUR gezahlt hat oder ob der Lieferpreis nicht deutlich darüber liegt. Kartelle sind ja in der Baustoffindustrie durchaus üblich.

  • Jetzt steht es fest, es kommt die große Lösung. Die viergeschossigen Schulgebäude am Prinzregentenufer werden abgerissen.



    Dann wird wohl auch der riesige neue Schulbau kommen. Gut, für den Bildungsstandort Kesslerplatz auch nicht schlecht.

  • Adam-Kraft-Schule: Erweiterungsbau fertig

    Während am Kesslerplatz die Schulgebäude der Maria-Ward-Schule nun Geschichte sind, sich allewelt auf eine Uni an der Brunecker Straße freut, werden aber unentwegt weitere Schulneubauten in Nürnberg fertig gestellt.
    Gefühlt hat man an dem Erweiterungsbau der denkmalgeschützen Adam-Kraft-Schule am Ritter-von-Schuh-Platz...



    ..ewig gewerkelt, zwischenzeitlich dachte ich sogar es würde wieder abgerissen. Doch nun ist der voluminöse Schulneubau fertig und in Betrieb. Und ich muss sagen: Schick!



    Klar, ein ziemlich heftiger Kontrast zum Altbau mit seiner feinen Materialität und den zierlichen Fenstern. Aber die Kubatur und vor allem die Fassade am oberen Stockwerk mit dem feingliedrigen Abschlusssims gefällt mir gut:



    Nürnberg kann zwar keine Plätze, aber bei Schulen läufts.

  • Das Abschlusssims gefällt mir auch gut. Die Fassade und v.a. die Formen, Größen und Verteilung der Fenster wirkt dagegen irgendwie unruhig, unpassend und beliebig. Der Altbau macht hier deutlich vor, wie es besser geht.


    Aber zumindest gibt man den Schülern mit dem eher hochwertigem Neubau das Gefühl, dass sie wichtig sind.

  • Wie heute der Presse zu entnehmen ist, wird das Martin-Behaim-Gymnasium an der Ecke Hainstr. / Schultheissallee in den kommenden Jahren abgerissen und neu errichtet. Die Sanierung des inzwischen zu kleinen und in die Jahre gekommenen Baus aus den frühen 1960ern (?) würde sich nicht mehr lohnen, ein Neubau komme günstiger.



    Die prominente Lage der Schule:
    https://www.google.de/maps/pla…8m2!3d49.43951!4d11.10363



    Der Artikel dazu:
    http://www.nordbayern.de/regio…wird-abgerissen-1.6416182



    Interessant:
    Nach dem Abriss läuft der Schulbetrieb vorübergehend in der alten Bertolt-Brecht-Schule in Langwasser (vor deren anschließenden Abriss). Diese wird erst nach Fertigstellung des Behaim-Gymnasiums abgerissen.



    d.

  • Neubau Johann-Pachelbel-Realschule in Kleinreuth


    In Rekordzeit ist der Neubau einer Realschule im Nürnberger Westen fertig geworden. So ziemlich genau 5 km vor der früheren Nürnberger Stadtgrenze ist die Johann-Pachelbel-Realschule an der Rothenburger Straße fertig gestellt worden. Der Schulbetrieb wurde zum September d.J. aufgenommen. Man wird sagen, dass der rasche Bauablauf dem Konzept des "ÖPP - Öffentlich-Private-Partnerschaft" zuzuschreiben ist, indem der Bau und Betrieb der Schule einem Privatunternehmen überantwortet ist, und die öffentliche Hand die Rahmenbedingungen festlegt und sich als langfristiger Mieter bindet. Ein umstrittenes Konzept, das die Rechnungshöfe immer wieder kritisieren, da es unter dem Strich oft teurer ist als ein rein staatliches Projekt. Dicker Pluspunkt sind allerdings die kurzen Realisierungszeiten und die Termingerechtigkeit. Bei diesem Projekt erfreut mich zunächst als Architekturbegeisterter, dass der Bau tatsächlich so advangardistisch-modern realisiert wurde wie die Visualisierungen anno 2015 versprachen. Ich war dort und habe mich mal umgesehen. Der Schulkomplex wird über die Rothenburger Straße angefahren und bietet eine Reihe an Parkplätzen sowie eine enorme Anzahl an Fahrradstellplätzen:




    Der Eingangsbereich ist großzügig und bildet einen geräumigen Vorhof:



    Beherrschend ist das Thema Backstein, die sauber gemauerte rote Backsteinfassade mit Betonelementen geben der Einrichtung ein charakteristisches, identitätsstiftendes Gesicht. Dabei bildet die grüne Uhr einen starken Komplementärkontrast, mit dem mein Kamerasensor wohl Probleme hatte ;)





    Für die Schule wurde ein kritischer Bauplatz gewählt. Direkt an der ansteigenden stark befahrenen Rothenburger Straße und der wichtigen Güterzugstrecke gelegen musste man hier einiges an Lärmschutz investieren:



    Durch die Lärmschutzwände ergeben sich aber Hofsituationen, wie sie in der Innenstadt ebenfalls anzutreffen sind. Die Bahn wird sich aber über Schullärm kaum beklagen, und man erkennt schnell dass Wohnbebauung hier ebenfalls nicht einfach gewesen wäre. Aus meiner Sicht also ein guter Standort für die Schule.




    Aus meiner Sicht habe ich hier nichts zu bemängeln, der Bau wirkt wertig und hat das Potenzial eine Marke zu sein, indem sich die Schüler damit identifizieren und darin wohl fühlen. Die Wertigkeit des Neubaus möchte ich auch darin erkennen, dass es keine hässlichen Dachaufbauten gibt, die das Gestaltungskonzept konterkarieren. Oft ist die Dachlandschaft bei an sich hochwertig gestalteten Neubauten geprägt von Aufbauten wie Klima- und Lüftungsanlagen oder Aufzugsschächten, die ohne ins Gestaltungskonzept zu passen wie nachträglich ergänzt aussehen. Hier nicht, bravo!
    Das einzige das ich bemängeln würde ist das im Vergleich zu den Entwürfen doch etwas zu kurz kommende Grün. Der Versiegelungsgrad ist doch ziemlich hoch!

  • Sieht gut aus!


    Und es freut mich, dass hier ein staatliches Bauprojekt durchaus nicht nur Wert auf Sparsamkeit, sondern auch auf architektonische Qualität gelegt hat. Das lässt, ebenso wie der Gerichts-Neubau in der Fürther Straße, auch hoffen im Hinblick auf die anstehenden Groß- und Prestigevorhaben, insb. den Konzertsaal und den Campus der geplanten Universität.

  • Die Hochschule für Musik Nürnberg (http://www.hfm-nuernberg.de/home/)
    bezieht in der kommenden Woche ihr neues Domizil im ehemaligen Sebastianspital.



    Diese Bilderstrecke zeigt den würdigen Bau nach der Sanierung (Umfang von ca. 40 Mio. €). Ich denke das kann sich sehen lassen:
    http://www.nordbayern.de/regio…ianspital-jetzt-1.7222321



    Das im Volksmund auch "Wastl" genannte Gebäude liegt in idyllischer Lage am Wöhrder See
    https://goo.gl/maps/mWUMyYue8H12



    d.

  • Die fertige Musikhochschule sieht in der Tat phantastisch aus! Es ist einiges an Flair erhalten geblieben, die Ausstattung aber auf der Höhe der Zeit zu sein. Es sieht auch so aus, als wäre das nicht billig, sondern hochwertig gemacht worden.


    Ich schrieb es weiter oben schon kurz: Überhaupt haben Stadt und Staat in den letzten Jahren in Nürnberg durchaus für einige Bauvorhaben gesorgt, die in die Kategorie "nicht kleckern, sondern klotzen" gehören. Angefangen mit dem Neuen Museum und dem Doku-Zentrum über die verschiedenen Ausbauten der Ohm-Hochschule, den Schauspielhaus-Foyer-Neubau, das Justizzentrum, die Verlagerung von "Heimatministerium" und Gesundheitsministerium, die verschiedenen Ausbaustufen der Messe und jetzt eben die Musikhochschule, bis hin zu den geplanten Vorhaben neuer Konzertsaal, Opernhaussanierung, Außenstelle Deutsches Museum und als größtem aller Großprojekte der Schaffung einer neuen Universität auf dem Areal Brunecker Straße passiert nach meiner Außenwahrnehmung aus der Ferne inzwischen wirklich einiges. Als ich noch in Nürnberg zur Schule ging und später studierte, passierte demgegenüber gefühlt: gar nichts. Außer Firmenpleiten.


    Unter ästhetischen Gesichtspunkten freut mich dabei, dass wenigstens die Stadt und der Staat als Bauherren bisher zumeist einen recht hohen architektonischen Anspruch an den Tag legen (Ausnahme ist ausgerechnet die Architektur-Fakultäts-Monstrum der TH am Dürrenhoftunnel; würg). Da könnte sich so mancher privater Bauherr mehr als nur eine Scheibe davon abschneiden. Und die Stadt könnte den bei ihren eigenen Bauten an den Tag gelegten Anspruch gerne auch etwas nachdrücklicher gegenüber privaten Investoren unterstreichen.


    Aber zurück zur Musikhochschule: Ich hoffe, dass das angenehme, stimmige Umfeld dieses Gebäudes und die Nähe zu den Pegnitzauen für die Musikstudentinnen und -studenten ein stimulierendes Umfeld für die ersten Schritte ihrer (schwierigen) Laufbahn bietet. Rein optisch betrachtet sieht es aus als könnte es das sein.

  • ^
    Dem stimme ich absolut zu, wobei ich das fertig umgebaute "Wastl" noch nicht gesehen habe. Ich bin oft dran vorbei gefahren und die bereits vor bier Jahren sichtbaren Vorboten waren vielversprechend.


    Wann, wenn nicht jetzt ist die richtige Zeit fürs "Klotzen", die Stadt boomt wie seit Jahrzehnten nicht mehr, und reiht sich in den Zeitgeist der boomenden Großstädte nahtlos ein. So wie es magere Jahre gab wird es wieder magere Jahre geben, aber jetzt sind die fetten Jahre, in denen man investieren kann und muss. Alle Zeichen stehen auf Wachstum. Ich hoffe dass man auch die neue Uni bald aufs Gleis setzt.

  • Hochschule für Musik - ehem. Sebastianspital

    Ein paar Fotos des fast fertigen Spitalgebäudes, nun der neuen und durchaus repräsentativen Musikhochschule Nürnberg:






    Durch dieses neu geschaffe Vestibül ist künftig der Zutritt zu diesem tollen Schulhaus gedacht. Dazu wurden ganze Wände entfernt und neu gestellt, aber ich finde es ist durchaus gut gelungen und man sieht ihm eigentlich nicht an, dass hier ein tiefer Eingriff in das Denkmal statgefunden hat. Der Alte Zugang hat indes seinen Charme und sämtliche Details behalten:



    Die Stiftertafel verrät, wer wer hier noch Mäzenatengleich beigesteuert hat um der Nürnberger Musik eine neue Heimat zu geben:



    Der Umzug läuft bereits seit längerem und Ende April soll die feierliche Eröffnung/Einweihung stattfinden.
    Weitere Bilder dazu auf der Website von Rechenauer Architekten, die für den gelungenen Umbau verantwortlich zeichnen:


    http://www.rechenauer-architek…ule-fuer-musik-nuernberg/

  • Interessant, mir hatte man das Fotografieren im Innern untersagt. Ist die Schule denn nun mittlerweile eröffnet? Schön zu sehen dass auch im Innern viel Historisches erhalten geblieben ist, das der Musikhochschule etwas ehrwürdiges und traditionelles verleiht. Als wäre sie schon immer in diesem tollen Bau.