Potsdam: Wiederherstellung historische Mitte (Projekte)

  • Zu den Meldungen um die Synagoge: Die Lokalpresse sieht mal wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht. Die Kernnachricht ist doch, dass der Haberlandentwurf vom Land Brandenburg gebaut und von einer jüd. Wohlfahrtsorganisation betrieben wird. Egal, was die Gemeinden dazu sagen.

  • An der Humboldtstraße 1 kommt jetzt ein fettes Muschelkalkportal an die Styroporfassade:



    Beim Palazzo Pompei wurde der nächste Maskeron angeliefert - 7 Stück kommen da unter das Hauptgesims in eine Reihe...


  • Das Portal aus Muschelkalk wird ähnlich an der Langen Brücke:




    Am Barbarini sind schon die Säulen unter dem Altan montiert:



    Und an die Ecke kommt die "Osteria":


  • Richtfest am Brockesschen Palais gefeiert

    Beim Brockesschen Palais wurde gestern Richtfest gefeiert. Während die Arbeiten laut einer PNN-Meldung dort am weitesten fortgeschritten sind, verbergen sich die Nachbarhäuser noch hinter Gerüsten. Die im Hof gelegenen Gebäudeflügel befinden sich dagegen erst im Rohbau. Allerdings soll in diesem Monat mit dem Neubau des Langen Stalls nach einem Entwurf von Stephan Höhne begonnen werden. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Oktober 2016 geplant. Bis dahin dürften auch die Attikafiguren wieder das Brockessche Palais schmücken, deren Rückkehr sich aufgrund der hohen Auslastung der Bildhauerwerkstätten durch die Fassadenrekonstruktion des Berliner Stadtschlosses verzögern wird.


    http://www.pnn.de/potsdam/982392/

  • Die Geschichte mit den angeblich wegen des Berliner Schlosses ausgelasteten Bildhauerwerkstätten ist natürlich frei erfunden, aber wichtiger ist, dass Attikafiguren und Vasen in einer ordentlichen Qualität wiederkommen.

  • Möglicher Standort für Rechenzentrum gefunden

    Wie die Potsdamer Neuesten Nachrichten melden, hat man einen möglichen Standort für das Rechenzentrum gefunden, welches im Rahmen der Wiedergewinnung der Stadtmitte umziehen muss. Dabei handelt es sich um ein früheres Postgelände an der Michendorfer Chaussee, auf dem die Telekom ein neues Gebäude für den Brandenburgischen IT-Dienstleister errichten könnte.


    http://www.pnn.de/potsdam/985333/

  • An der Alten Fahrt geht es weiter:



    Die Brandwand hat Blindfenster.



    Auf der Marktseite alles Sandstein - an der Havelseite EDVS mit mineralischer Dämmung und Spritzputz.



    Der Kondor-Wessels-Bau hat schlecht verabeiteten Spritzputz. Man sieht noch die zugeschmierten Löcher der Rüstung.



    Der Sockel kommt wohl in roten Riemchen.



    Das Eckgebäude an der Dreikaiserkastanie.



    Entwässerungsrohre durch Travertin.

  • Da wir es hier noch nicht hatten: http://www.pnn.de/potsdam/986476/


    Nachdem man sich ursprünglich besonders auf die Reko der Garnisonkirche abgesehen hatte, rückt nun auch die FH vermehrt in den Fokus der Gegner der historischen Mitte.


    Während die aktuelle Stadtplanung den Abriss im Jahr 2017 nach dem Auszug der Bildungseinrichtung vorsieht, fordert die Initiative Potsdam neu denken gemeinsam mit den Anderen den Erhalt des Baus. Die Fronten sind mal wieder, wie könnte es anders sein, verhärtet.



    Meiner Meinung nach kann man ja für oder gegen die Garnisonkirche sein, aber wie man die FH, die städtebaulich insbesondere im nun neu entstandenen Kontext völlig deplatziert dasteht, ernsthaft verteidigen kann, dafür fehlt mir mittlerweile jede Phantasie. Der Bau hat nichts besonderes, steht nun viel zu nah am Schloss, ist völlig abgewirtschaftet, blockiert riesige Grundstücke, die für Wohnraum im Zentrum dringend benötigt werden. Und sie verhindert, dass die Friedrich-Ebert-Straße endlich auf ein humanes Maß zurückgeschrumpft wird.


    Faktisch ist es nichts weiter als eine reine Antihaltung gegen seit Jahren beschlossene Bauprozesse in der Innenstadt. Das gleiche Drama wird beim Staudenhof drohen. Es ist manchmal nur noch zum Kopfschütteln, wie banale Plattenbauten hier zu Ikonen der Architektur gemacht werden. :nono::nono::nono:


    Und traurig ist auch, wie vergiftet die Stimmung in der Stadt mittlerweile ist, weil eine kleine Gruppe derart laut rumschreit und alle demokratischen Willensbildungsprozesse durch ständige Provokationen zu torpedieren versucht.

  • Ich freue mich immer über die Bilder zum Baufortschritt in Potsdam. Das ist der Beweggrund, weshalb ich - als Tourist sozusagen - diese Seite von Zeit zu Zeit frequentiere.
    Mit Erstaunen stelle ich fest, dass zum Thema der Innenstadtgestaltung sehr viel politisiert wird, aber der Thematik, dass eine lebenswerte, lebendige Stadt oder ein Stadtquartier gestaltet werden soll kaum Platz eingeräumt wird. Dabei ist doch die Innenstadt beispielhaft ein Ort, an dem sich viele Leute aufhalten, das ist die Umgebung in der sie sich tagtäglich aufhalten (müssen). Weshalb soll das nicht schön gestaltet sein, sondern nach irgendwelchen Weltanschauungen gestaltet ?
    Meiner Meinung nach ist es in den letzten 70 Jahren recht selten gelungen, Orte mit einer guten Aufenthaltsqualität neu zu bauen. Weshalb - zB. in Potsdam- nicht ein Rückgriff auf einen Stadtgrundriss, der bis zu seiner Zerstörung in seiner Qualität in in Frage gestellt wurde ?
    Bietet die FH wirklich eine Aufenthaltsqualität an, vor dem Hintergrund der sie Umgebenden bauten ? Bietet das der Staudenhof an ? Meine persönliche Meinung dazu ist, dass sie es beide nicht können. Ich möchte da nicht wohnen und ich möchte da nicht täglich daran vorbeigehen müssen. Ich würde mir andere Wege aussuchen - wenn sie denn da wären. Es sind für mich ausgesuchte Kandidaten, wo eine Stadtreparatur nötig ist. Grundsätzlich wäre der Grundriss, auf dem das neue entstehen soll egal. Das bis zur Zerstörung gewachsene Stadtgebilde hatte aber auf jeden Fall seine Qualitäten und kommt daher als Option sicher in Frage. Die autogerechte Stadtkonstruktion aus der Nachkriegszeit scheint mir unwirtlich und alles andere als erhaltenswert. Die Einzelbauten darin - um die in diesem Forum so heftig gestritten werden - ebensowenig.

  • Auch von mir gibt es ein paar aktuelle Impressionen aus Potsdam.
    Das ist die Alte Fahrt in Höhe Burgstraße.





    Man sieht, dass hier eine sehr schöne Parklandschaft vorhanden ist. Dieser Park wurde zwischen 1970 und 1980 nach Entwürfen von Heinz Karn angelegt. Ziel der Planer war es, die östlich der Innenstadt gelegene Parklandschaft mit dem Babelsberger Park in die Innenstadt zu verlängern.


    Leider findet diese Parklandschaft ihr jähes Ende. Hier sieht man schon den Sperrzaun im Hintergrund.



    Hier wird gebaggert:



    Und hier sieht man die bunkerartigen Gebäude, durch die diese Parklandschaft zerstört wird.





    Alle Fotos: Klarenbach


    Diskussion da entlang.
    Bato

  • In dieser Graphik ist die geplante "Grünanlage" zu sehen.
    https://www.competitionline.co…3e3c291a6724e5ed9ca_1.jpg


    Die Nachfolgende Graphik zeigt die Geplante Bebauung und Begrünung des Humboldtkarrees.
    https://www.competitionline.co…9a79ddfc1c01e7b3337_1.jpg
    Bilder copetitionline.


    Die nachfolgenden Bilder zeigen den Zustand am 11.07.2015.





    Bei der Baustellenbesichtigung an der Alten Fahrt wurde angegeben das die Breite dort von der Feuerwehr vorgegeben wurde um alle Gebäude entsprechend erreichen zu können.
    Das es hier keine Grünanlage am Ufer gibt ist also der maximalen Flächenausnutzung durch die Investoren geschuldet.
    Ich finde das sehr bedauerlich.

  • Baubeginn für Alte Post

    Am 14. August soll laut einer PNN-Meldung die Grundsteinlegung für die Alte Post gefeiert werden. Ob der von den Stadtverordneten beschlossene Entwurf des Potsdamer Architekten Bernd Redlich realisiert wird, bleibt weiterhin unklar. Die Berliner Volksbank ist allerdings dazu verpflichtet, den Neubau nach seinen Plänen zu errichten.


    http://www.pnn.de/potsdam/989864/

  • Die Situation an der Alten Fahrt heute.
    Mehr Grün ist hier kaum noch zu erwarten.
    Läden wird es dort nicht geben.
    Nur die Restaurants im Otto Braun Platz 1 und im Museum Barbarini.
    Der Rest wird nicht öffentlich zugänglich sein.
    Der Park beginnt dann erst am Pergolaplatz.