Potsdam: Wiederherstellung historische Mitte (Projekte, News)

  • Ein Gebäude muss zu allererst seinen Zweck erfüllen, optische Aspekte sind zweitrangig.


    Dann reicht es ja im Prinzip auch, einfach nur eine paar handelsübliche Container zu stapeln und bei Nichtbedarf wieder abzubauen... Natürlich hat ein Gebäude gerade in einer derartigen Lage auch einen repräsentativen Zweck. Die Nutzung ist hingegen nachrangig und ändert sich im Laufe der Zeit ohnehin immer wieder.

  • Zu einem Artikel der PNN vom 17.11. letzen Jahres gibt's noch ne bessere Visualisierung des Neubauprojekts:


    http://static.pnn.de/fm/61/thu…ltepost01.jpg.5349513.jpg
    (Quelle: PNN/ Pro Potsdam)


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    Bato


    So ausgeführt könnte ein es vereinfachter Wiederaufbau nach dem Krieg sein, es könnte auch ein Neubau sein, der sich an den Nachbarhäusern orientiert. Nicht ganz unpassend und besser als ein äußerlich völlig modernes Gebäude.


    Aber wenn es die Möglichkeit gibt, sollte man nach meiner Meinung eine komplette Fassadenrekonstriuktion anstreben.

  • Ich muss sagen, mir gefällt der neue Entwurf - zumindest in dem 3D-Rendering - ziemlich gut. Eine moderne Interpretation des historischen Vorbilds, die hohen ästhetischen Ansprüchen genügt. Vor allem die Betonung der Vertikale bei gleichzeitiger Akzentuierung der unterschiedlichen Geschosse gefällt mir.


    Ich bin zwar kein grundsätzlicher Gegner von Rekonstruktionen, halte solche Umwertungen aber für eine Chance, eine zeitgenössische Formensprache zu entwickeln, die Tradition und Moderne miteinander versöhnt, statt immer nur das eine als Antithese des anderen zu behandeln. Wie für das Frankfurter Dom-Römer-Areal würde ich mir auch für das Potsdamer Zentrum mehr Interpretation und weniger Rekonstruktion wünschen - obwohl man es in Frankfurt mit der Rekonstruktion inzwischen meines Erachtens übertreibt, finde ich die dortige Herangehensweise immer noch besser als die zum Beispiel auf dem benachbarten Römerberg umgesetzte Best-Of-Mittelalter-Puppenstube.

  • ^Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt - besser wäre wohl "Neubewertung" gewesen. Was ich meinte ist folgendes: Der Entwurf ist die Neubewertung eines historischen Gebäudes bzw. einer historischen Architektursprache; und das finde ich, wenn es gelungen ist, spannender als eine Rekonstruktion, also einer simplen Wiederholung des Alten. Obwohl ich, wie gesagt, kein grundsätzlicher Gegner von Rekonstruktionen bin.

  • lustgarten

    Hallo,


    sich die Sache mal genauer anzuschauen lohnt sich! Es ist keineswegs so, dass der Alternativentwurf von Mitteschön und anderen am Bahndamm versteckt wäre, denn so kommt das Gebäude für die Weiße Flotte in der Achse von Schloss und Karpfenteich mit Neptungruppe zu liegen, der Bezug zur Havel ist genauso gegeben. Bei 5 - 10 m kann man bei Gebäuden eigentlich nicht von abseits sprechen, auch wenn es die Schmalseite wäre. Das was da jetzt auf den Weg gebracht wurde, verletzt den Lustgarten mit seinen Sichtbeziehungen aufs schlimmste - das sieht auch Kulka so! Folge wird sein, dass ein Abriss des Mercure absurd wird und die Spender für die Wiederherstellung der Neptungruppe, eine der bedeutendsten Brunnenanlagen des barocken Preußen, sich reihenweise zurückziehen werden. Welch glorreiche Vergangenheit der Lustgarten hatte, kann man sich auf zahlreichen Bildern in der Galerie unserer Webplattform ansehen. Dargestellt ist eine Überlagerung von 2 Planungsphasen von um 1700/1710. Etwa 70- 80 Prozent waren wohl bis 1713 realisiert. Nach 1713 wurde der Ausbau eingestellt und die Hälfte des Garten zu Exerzierflächen. Nach 1744 erlebte der Garten eine neue Blüte - aus dieser Zeit stammt die Neptungruppe. Anfang des 19.Jh. wurde er dann in eine englische Parkanlage umgewandelt. Kurze Zeit später erfolgte mit dem Bau der Bahngleise die Trennung von der Havel im Süden des LustgartenS, der erste große Negativeingriff. Von diesem Zustand, der bis 1945 erhalten blieb, findet sich in der Galerie auch eine Visualisierung, auf der leider die Neptungruppe im Wasserbecken fehlt, das müssen wir noch nachholen.



    Beste Grüße


    Andreas




    http://www.arstempano.de

  • Bildvergleich

    Hallo,


    was die moderne Software nicht so alles möglich macht... Der alte Markt wird ja nun mit dem demnächst vollendeten Landtag und mit der Bebauung des Quartieres entlang der Humboldt und Brauerstraße wieder viel von seinem alten Charakter zurück bekommen. Mittels der 360° Panos auf unserer Seite von heute und von ca. 1850 lassen sich ja beide Zustände aufrufen. Da dies uns noch nicht genug war, haben wir einen Dualview programmiert (technisch bedingt nur für Desktop, leider nicht mobil verfügbar) wo man sich einzeln zu jedem Panorama noch ein zweites in einer anderen Zeitschicht aufrufen kann. Für den alten Markt und die "Achtecken" ist dies schon online und wird weiter ausgebaut bzw. nochmal aktualisiert, den auf einigen Panos hat das Stadtschloß ja "güldenen Zierrat, der um 1850 aber nicht mehr vorhanden war. Dies wird dann im Jahresverlauf die Zeitschicht 1786 mit der barocken Nikolaikirche. Letztlich sind es städtebauliche Modelle - das die freie Plastik auch 1:1 nachgebaut wird, ist eine Aufgabe der Zukunft. Leider ist es uns aus urheberrechtlichen Gründen nicht möglich derzeit auch den geplanten Zustand darzustellen - versprochen ist, das ich hierzu einen zweiten Anlauf nehmen werde. Als Architekt denke ich, das Rekonstruktionen und Rückgriffe auf vergangene Zeiten im Einzelfall unter den zwei Bedingungen legitim sind, das a) diese sinnvoll begründbar sind und b) Investor, Architekt und Ausführende mit einem Mindestmaß an Demut an die Aufgabe herangehen. Das dies nicht auf jede Reko der jüngsten Vergangenheit zutrifft, ist mir dabei völlig bewußt. Aber ich kann mir nicht vorstellen, das der Geist der Orte am Römer in Frankfurt, dem Neumarkt in Dresden oder eben dem Alten Markt in Potsdam den Stadträumen durch auschließliches Bauen im Geiste des Bauhauses zu einer neuen Blüte verhelfen kann, nach all der beispiellosen Tabularasa seit 1945. Man muß sich auch einmal überlegen, das der hochbarocke Stadtpavillon des Dresdner Zwingers in seinem skulpturalen Schmuck aus der Zeit von 1790 (=Brandenburger Tor = Zeit des Klassizismus) 1850 und 1920 stammt (nicht Kopie sondern Neuschöpfung()! - das stand von ca. 1720 bis 1786 in der rohen Bosse!). Ein Teil des Dresdner Stadtschlosses entstand in Renaissanceformen mitten im Hochbarock um 1680! Und letztlich stammt der Campanile des Markusplatzes Venedigs vom Anfang des 20. Jh., nach dem sein Vorgänger nach 1900 vollständig zusammen gestürzt war. Im übrigen war ich Zeuge des verheerenden Brandes von La Fenice (Opernhaus) in der Lagunenstadt. Kommetar der Architekturproffs (sinngemäß) der dortigen Architekturuni - muß neu entworfen und neu errichtet werden - was weg ist, ist weg und Venedig erstickt noch an dem alten Krempel. Kommentar des Bürgermeisters: Dies ist keine Frage an die Architekten, sondern eine politische Frage - si come dove era e come era! Und völlig Recht hatte er! Oftmals wird der Architekt zum Entscheidungsträger stilisiert und bekommt dann die Dresche der Allgemeinheit. Welchem rechten Architekten will man aber verübeln, das er neu bauen will -ist doch von Haus aus seine Natur und es wäre schlimm, wenn es nicht so wäre. Letztlich müssen Architekten viel zu oft das ausbaden, wo Politiker keinen ...in der... haben, um Dinge zu entscheiden, von rühmlichen Ausnahmen, wie dem OB des Venedig in den 90igern abgesehen.
    So - nun aber zum Genießen noch ein paar Screenshots unserer Dualviews, wer es animierbar möchte, ist auf http://www.arstempano.de willkommen und auf Facebook freuen wir uns auch über jeden Besuch.


    Danke!


    es grüßt Andreas



    Blick auf die Nikolaikirche



    Blick auf das Stadtschloß - Foto ist von 2011, Visualisierung um 1850



    Ohne Worte - Blick auf die Nordwestecke des Platzes (1850 im Hintergrund der Einsiedler und die Spitze der Garnisonkirche erkennbar)



    Blick auf das Rathaus, 1850 mit dem sogenannten Windelbandschen Haus. Der Hausbesitzer weigerte sich, sein kleines Hüttelein dem Rathausbau zur Verfügung zu stellen und so kam es zu der pittoresken Situation.

    Blick nach Süden mit den Leitbauten Palast Barberini, Chiericati, Pompej und den sich anschließenden ehemaligen niedrigen Bauten in der Humboldstraße. Dort entstand um 1900 das Palasthotel. Allerdings waren die niedrigen Bauten für die Steigerung zu den Palastfassaden am Platze und für das doch nicht ganz so hohe Stadtschloß sehr angenehm. Nun gut - der Neubau von Kondor Wessels wird zumindest ein eher schlichter, eleganter Bau - nicht mit soviel Pomp wie das einstige Palasthotel, welches den umliegenden Bauten damals die Show stahl. Die drei Palastfassaden werden in nächster Zeit wiederaufgebaut, wie allgemein bekannt.



    Blick auf die Nordostecke des Platzes, früher mit einer geschlossenen Platzkante, heute kann man dort bis zum Postgebäude am Platz der Einheit (ehemals Wilhelmplatz) durchgucken. Rechts im übrigen das imposante Schul- und Predigerhaus - eine verkleinerte Fassadenkopie des Palazzo della Consulta in Rom.

    4 Mal editiert, zuletzt von calabrone () aus folgendem Grund: Zusatzinfos

  • Hallo, da sich ja in einigen Jahren auch an den ehemaligen „Achtecken“ baulich einiges tun soll, liefere ich hier noch einen Dualview Screenshot unserer Panoramazeitreise nach. Eine Grenze der angestrebten Stadtreparatur ist ja leider mit der nach wie vor viel zu breiten Friedrich Ebertstraße gegeben. Da lässt sich dieser Effekt der „Achtecken“, wie man ihn auch in Rom oder Palermo finden kann, nur sehr entfernt wiederherstellen, auch wenn ein weiteres „Achteckenhaus“ rekonstruiert werden soll. Dabei wäre ein Wiederaufbau der restlichen zwei Gebäude durchaus reizvoll gewesen, man müsste dazu nicht einmal jedes Detail rekonstruieren – das hätte auch eine gewisse Freiheit vertragen.




    "Achtecken" mit Blick nach Westen Richtung Alter Markt



    Alle "Achte" auf einen Blick



    der Alte Markt, wie er mal so ähnlich wieder werden könnte



    Nordwestbereich des Alten Marktes mit Einmündung der Schwertfegerstr. und der ehm. Kaiserstr.



    Der Alte Markt vom Palast Barberini aus gesehen



    Blick auf den Steubenplatz mit ehem. Plögerschem Gasthof vom Einsiedler aus. Der Plögersche Gasthof soll im übrigen als Leitfassade an versetzten Standort errichtet werden (bedingt durch die heute überbreite Friedrich Ebertstr.)

  • Toll! Schon ernüchternt was da alles fehlt. War mir garnicht bewusst ehrlich gesagt.


    Macht das bitte auch für Berlin und benutzt es als Werbematerial um den Leuten wieder die dichte (und schöne) Innenstadtbebauung schmackhaft zu machen.

  • Hallo, Danke fürs Lob! Hm - was Berlin anbelangt - interessante Ecken gäbe es da schon eine Menge, wenn man sich überlegt, das die Stadt alle ein paar Generationen anders aussah. Eine wunderbare Arbeit war ja die Visualisierung Berlins als "Überblicksmodell" mit einigen detaillierteren Gebäuden für die ZDF Serie "Die Deutschen" von Faber Courtial ( http://www.faber-courtial.de/s…broadcast/3d-animationen/ ) Allerdings haben wir erstmal alle Hände voll zu tun, den Auftritt von Potsdam zu komplettieren und dann gibt es da immer noch weiße Flecken, von denen wir noch keine Modelle haben (Breite Str./Französische Str./Bassinplatz/Blücherplatz). Tja und Dresden wartet auch noch... mal sehen, was die Zeit so bringt ;)


    Andreas

  • Keine "neue" Alte Post

    Die Stadtverordnetenvesammlung hat sich nach schier endlosem hin und her nun offenbar endgültig für den modernen Entwurf mit Anleihen an die Alte Post und damit gegen eine Rekonstruktion entschieden.
    Für den Entwurf des Architekturbüros Bernd Redlich stimmten 23 Abgeordnete, dagegen lediglich 11. Vor allem SPD und Grüne hatten sich für eine Rekonstruktion eingesetzt. Die LINKE war seit langem dagegen und bei der CDU hatte sich die Meinung dazu scheinbar mit der Windrichtung geändert. Letztendlich war sie ebenfalls gegen die Rekonstruktion.
    http://www.pnn.de/potsdam/739209/

  • ^das wundert nicht. Bei solchen Entscheidungen spielen rationale Überlegungen keine Rolle, da geht es nur um Parteidisziplin und politische Schaukämpfe. Deswegen ist die Linke in Brandenburg ja auch für den BER und auf der anderen Seite in Berlin dagegen :D.

  • DDR-Kunst im Palais

    Zum Glück ist HP wieder bei Verstand. Ein bedeutendes Kunstmuseum in Potsdam gehört in die Innenstadt, wo es gut erreichbar ist. Wenn die Exponate dort gut untergebracht werden können; warum nicht?


    Für die Stadt ist das eine sehr gute Nachricht und tausendmal besser, als die Schmollecke am Jungfernsee.

  • Hallo,


    hoffentlich klappt es mit der Kunst und dem Barberini! Allerdings empfinde ich das Schicksal des Lustgartens als mindestens genauso wichtig. Mittlerweile hat sich eine unterstützenswerte Initiative zusammengefunden:
    http://www.lustgartenini.de
    Zudem findet von dieser Initiative eine Veranstaltung am 29.4 am Hotel Mercure statt - mehr dazu auf Facebook: https://www.facebook.com/Lustgartenini


    Was mir als Architekt nicht in den Kopf will, das manch einer es nicht sieht, das diese große Baumasse den Lustgarten von der Havel trennt und zudem die Neptungruppe von dieser Baumasse regelrecht erschlagen wird!!! Es geht hier nicht um einen Kiosk, sondern meines Wissens überirdisch um deutlich mehr als 10.000 Kubikmeter umbauten Raum!
    Man kann gern mal versuchen die Kubikmeter vorm geistigen Auge vor Ort oder in unseren Panos übereinander zu stapeln... Es ist einfach verheerend, was da gebaut werden soll!


    Gruß Andreas

  • Kunstmuseum im Palais Barberini beschlossene Sache

    Einem Bericht der Potsdamer Neuesten Nachrichten zufolge ist es nun beschlossene Sache: Am 5. Juni stimmten die Stadtverordneten für die Änderung des Bebauungsplans, um dem privat finanzierten Kunstmuseum von Software-Unternehmer und Mäzen Hasso Plattner im wiederaufgebauten Palais Barberini den Weg zu ebnen.


    http://www.pnn.de/potsdam/758345/


    Bereits zuvor hatte die Märkische Allgemeine berichtet, dass die Hasso-Plattner-Förderstiftung den Wiederaufbau des Palais Barberini von Investor Abris Lelbach unterstützen wird. Auf einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern sollen darin nach der geplanten Fertigstellung Ende 2016 Plattners Gemäldesammlung von berühmten DDR-Malern und wechselnde Gast-Ausstellungen mit einem museumspädagogischen Begleitkonzept kombiniert werden.


    http://www.maz-online.de/Regio…ini-bis-Ende-2016-fertig2


    Der Wert des für die öffentliche Hand kostenlosen Kunstmuseums ist unermesslich: Im Gespräch mit den Potsdamer Neuesten Nachrichten sagte die Kunsthistorikerin Gerda Ridler, dass durch ein Museum nicht nur eine Stadt, sondern auch ein ganzer Landstrich erheblich profitieren könne. Dies habe zum Beispiel das Guggenheim-Museum in Bilbao bewiesen.


    http://www.pnn.de/potsdam/754190/

  • Noch ein kleiner PNN-Artikel zum Alten Markt. Im Herbst dieses Jahres sollen die Bauarbeiten des Palazzo Chiericati starten (siehe HQ Humboldt Potsdam). Investor Theodor J. Tantzen sei schon in voller Vorfreude. Dort entstünde einer der schönsten Plätze Deutschlands, denn auch für das Palazzo Pompei und das Palais Barberini sei demnächst mit dem Baubeginn zu rechnen.


    Artikel PNN

  • Stadtreparatur die sich sehen lassen kann. Noch in diesem Jahr soll das Brockessche Palais in der Yorckstraße/Stadtkanal in neuem Glanz wiedererstrahlen. Neben der Sanierung des alten Palais sind auch diverse Neubauten als Ergänzung geplant.


    Hier ein paar Impressionen (inkl. bewässertem Stadtkanal ;)):



    Neubauprojekt Yorckpalais



    und das Westpalais




    der Westflügel



    die hinteren Häuser



    Brockessches Palais Grundbesitz GmbH | Architekturvisualisierung: xoio


    Die Architektur des Westflügels lässt es erahnen. Dieser wird Teil des neuen Langen Stalls.

  • ^ Das ist schön. Auf die Rettung des Brockesschen Palais hatte ich kaum noch gehofft, so lange, wie das schon vor sich hin rottet.


    Die Visualisierungen der Neubauten sind passabel, hätten aber m. E. besser sein können. Das Yorckpalais fügt sich recht gut ein und die leicht historisierende Fassade wirkt dennoch modern. Das Westpalais hingegen finde ich nicht so gelungen, es erscheint mir etwas klobig und wenig elegant. Die vertikalen "Säulen" sind mir zu dick, der Eingang an der Ecke wirkt gequetscht.


    Westflügel und hintere Häuser sind die übliche gediegene Schicki-Wohnungsbau-Architektur, wie man sie auch bei diversen gehobenen Projekten in Berlin oder sonstwo findet. Der Westflügen könnte gut eine edle Seniorenresidenz werden. ;) Da diese Bauten aber nicht in der ersten Reihe stehen, kann ich damit leben. Passable Stadtreparatur ist das allemal, speziell die derzeitige "Wiese" an der Ecke Yorck-/Dortustraße bekommt dadurch wieder eine klare Begrenzung nach Osten. Wenn diese dann auch zu einer vernünftigen Grünanlage umgestaltet, der Kanal geflutet und die Garnisonkirche wieder aufgebaut wird, (eben wie auf den Visualisierungen), dann wird die Ecke wieder richtig nett.