Potsdam: Wiederherstellung historische Mitte (Projekte, News)

  • ^ Schön, wennn es so kommt. Damit dürfte die Bebauung an der Alten Fahrt in einem Rutsch realisiert werden.


    Das die Investorin Getrud Schmack die Statuen des Potsdamer Stadtschlosses, die jetzt auf dem HU-Gebäude Unter den Linden stehen, als Beutekunst bezeichnet ist aber geschmacklos und dumm. Die beiden Städte Potsdam und Berlin sollten schwesterlich miteinander umgehen, sie bilden eine Schicksalsgemeinschaft und keine Konkurrenz. Und Potsdam kommt dabei ganz gut weg. Es geht außerdem um die Bewahrung eines gemeinsamen Kulturerbes, das durch Krieg und Teilung schwer beschädigt wurde. Da braucht man keine neuen Scharfmacher.

  • Hier ein paar aktuelle Bilder vom Ufer der Alten Fahrt, direkt an der Stadtschloss-Baustelle. Die Fundamente der Vorkriegsbebauung (Palais Barberini & Co.) wurden z. T. freigelegt:


    Blick nach Südwesten auf die Grundstücke zwischen Alter Fahrt und Stadtschloss-Baustelle:




    Hinten das Theaterschiff und ganz hinten die Lange Brücke:




    Diese beiden Schönen wurden bereits restauriert:



  • Einige Informationen zu den Figuren der derzeit nur rudimentär vorhanden Gruppe des Neptunbassins.


    http://www.pnn.de/potsdam/664239/


    Einige Informationen - welche Information? Bei Posts, die fast nur aus Links zu externen Artikeln bestehen, stets etwas Inhalt in eigenen Worten wiedergeben, bitte.
    Bato

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    Was bedeutet, dass die Lelbach-Stiftung zum Zuge kommt und statt Schmack das Projekt entwickelt - so die Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss kommen könne schon 2013 Baubeginn sein. Eine Reko die nahe am Original ist wird es dann allerdings nicht mehr geben. Stattdessen wird der Entwurf vom Architekten Bernd Albers insbesondere was die Gestaltung der Seitenflügel zur Havel hin anbelangt moderner ausfallen.
    Der Palast Barberini soll dann auch kein Hotel mehr beherbergen sondern vornehmlich Eigentumswohnungen.


    Artikel PNN

  • Langer Stall

    Wie die PNN heute berichtet, hat das Berliner Architekturbüro Stephan Höhne den Wettbewerb für den Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Langen Stalls an der Plantage gewonnen. Ein Wettbewerb wurde ausgeschrieben, nachdem der vorherige Entwurf von Nöfer im Gestaltungsrat durchgefallen war ("Mediterrane Hotelanlage"). Der Investor akzeptiert das Wettbewerbsergebnis und will es realisieren. Baubeginn könnte Mitte 2013 sein. Erst 2014 soll dabei das benachbarte Rechenzentrum abgerissen werden, und ,wenn ich es recht verstanden habe, kann der Bau erst dann vollständig errichtet werden. Naja, lest selbst:
    http://www.pnn.de/potsdam/673254/
    Die Visualisierung finde ich durchaus ansprechend.

  • Langer Stall

    ^ Der konservative Entwurf: 2. Preis von Eckert Negwer Suselbeek Architekten, Berlin gefällt mir am besten. Ich finde des Siegerentwurf zu monoton. Wenn er angraut, wird er befürchte ich öde wirken. Die Gliederung durch Gauben, gefällt mir da deutlich besser.

  • Da stimm ich dir zu. Zumal der 2. Entwuf das lange Gebäude dadurch, dass mehrere Gauben auch zu größeren zusammengefasst werden nochmals gliedert und an der Fassade eine Art Portal ausbildet.
    Wobei ich den Ansatz des ersten Entwurfs auch Balkone anzubieten verstehen und nachvollziehen kann. Bei der zu erwartenden schönen Aussicht...
    Eine Mischung aus 1. und 2. Platzierten fände ich da ideal.

  • Fotoupdate vom Ufer der Alten Fahrt, direkt an der Stadtschloss-Baustelle, mit freigelegten Fundamenten der Vorkriegsbebauung. Blick von der Kuppel der Nikolaikirche, links das alte Rathaus:



  • jack000 :
    Ich fürchte die bunte Platte im Hintergrund wird uns noch eine ganze Weile erhalten bleiben. Habe letztens gelesen, dass der Leerstand in Plattenbauten in Potsdam weniger als einen Prozent beträgt (kann mich nur leider gerade nicht an die Quelle erinnern). Solange die Wohnungen voll vermietet sind, wird sich an der baulichen Situation wenig ändern.
    Das Ensemble sieht man leider auch sehr gut vom Hauptbahnhof aus.

  • Leider hat sich bis dato kein Investor für den Wiederaufbau der Alten Post gefunden. Die städtische Bauholding Pro Potsdam wolle nun die Verwertung des Grundstücks unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten selbst vornehmen und den Gesellschafterbeschluss zur Ausschreibung des Grundstückes aufheben.
    Das Thema Alte Post solle daher am 14. November in der Gesellschafterversammlung behandelt werden.


    Artikel PNN


    Laut MA gibt es jedoch Bieter. Einer von ihnen sei Daniel Panzer der beabsichtigt auf der Brache ein Ärztehaus zu errichten. Sein Angebot sei von Pro Potsdam überhaupt nicht berücksichtigt worden sein.


    Artikel MA

    Einmal editiert, zuletzt von Batō () aus folgendem Grund: MA

  • Der Bauausschuss ist wohl Makulatur. Jetzt hat die stadteigene ProPotsdam nachgebesser und will eine vereinfachte, adaptierte Version der "Alten Post". Langsam hat man den Eindruck, dass es nur darum geht den Investor Panzer zu verhindern. Die Märkische Volkstimme berichtet.


    Ich neige dazu entweder richtig oder gar nicht zu rekonstruieren. Diese verinfachte Form ist fragwürdig. Aber seht selbst:


    Alt:



    Neu (Entwurf ProPotsdam/Bernd Redlich):



    Quelle: MAZ

  • ^ Ich gebe dir recht, eine vollständige Reko hätte ich auch besser gefunden.


    Diese vereinfachte Adaption finde ich hier dennoch besser als eine moderne Variante (es sei denn, man würde einen richtig spektakulären Kracher setzen).


    Die Proportionen stimmen und so fügt es sich harmonisch ein in die Umgebung. Eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Jetzt-Zustand ist es allemal.

  • Sofern man das von diesem schlechten Bildchen beurteilen kann, finde ich die vereinfachte Variante sehr gut. Rekonstruktionen zum Selbstzweck ("100% originoal muss dat!") stehe ich eher kritisch gegenüber. Ein Gebäude muss zu allererst seinen Zweck erfüllen, optische Aspekte sind zweitrangig. Es sollte auch ein Abbild seiner Zeit sein. Eine komplette Rekonstruktion würde das natürlich verschleiern.


    However, in diesem Falle würde es keinen großen Unterschied für die Funktion machen, ob mit komplett historischer Fassade oder nicht. Insofern könnte ich mit beidem gut leben.

  • Ich denke , wenn sich die Gelegenheit bietet zu vollständiger Rekonstruktion , sollte man sie nutzen , allerdings macht der "abgespeckte" Entwurf einen guten Eindruck...Städte wie meine Heimatstadt Saarbrücken können euch Potsdamer nur beneiden...ich kann mich an keine (Teil) Rekonstruktion in den letzten Jahren erinnern (ohne was Falsches behaupten zu wollen...). Hierzulande reißt man auch gerne mal noch Vorkriegsüberreste ab . Traurig.