Talkin' 'bout Europaviertel (Basisdebatte)

  • Nix für ungut, aber die Messe ist seit dem Hochmittelalter der eigentliche Existenzgrund dieser Stadt. Man darf wohl verstehen, dass sich ein Wohnviertel (!) dieser Tatsache zu unterwerfen hat und nicht umgekehrt.

  • Nicht dass wir uns falsch verstehen. Es geht nicht darum, die Messe in Frage zu stellen.
    Nur, wenn die Stadt wächst, stellt sich irgendwann die Frage, ob man sich einen innerstädtischen Messestandort dieser Größe noch leisten kann und will. Die Stadt München zum Beispiel hat seinerzeit das Messegelände in einer städtischen Lage nahe der Theresienwiese vor die Tore der Stadt nach Riem verlegt. Ähnlich geschehen in Leipzig. Auf dem alten Messegelände in München sind nun Wohnungen für mehrere Tausend Leute entstanden. Wenn Frankfurt weiter so wächst, ist das mMn nur eine Frage der Zeit.

  • So richtig zufrieden ist keiner.

    Messehalle 3 ist ein Solitär und sieht klasse aus. Allein die Fernwirkung der Dachrippen. Außerdem wird man sie von der Europa-Alle aus demnächst kaum noch sehen können...
    RMA hat vollkommen Recht. Eine Messe macht die Stadt. Das heißt nicht, dass eine Messegesellschaft bauen soll, wie sie will. Aber die Ergebnisse in Frankfurt sind fast alle sehenswert und geben dem Messegelände ein weitreichendes Gepräge.
    Dem Gedanken der vertikalen Gliederung an der Allee von PGS kann ich jedoch auch etwas abgewinnen. Genauso wie dem von Versprüngen und Staffelgeschossen. Anyway: die Alle ist bebaut und damit haben wir ein Status Quo. Kosmetik und "Erwärmung" kann jetzt nur noch im öffentlichen Raum geschehen. Bäume allein können das nicht ausrichten. Bunte Sonnenschirme vor den Ladenlokalen sicher auch nicht. Und das ewig-graue Pflaster wird sicher nicht mit erdtonfarbenen Steinen ersetzt. Da sind Ideen gefragt.

  • Xalinai : Richtig zu zitieren, ist eigentlich keine intellektuelle Herausforderung, respektvolle Diskussionskultur eigentlich auch nicht ......


    Die Auslassungen waren gekennzeichnet und ich wollte auf deine Steilvorlage nicht einfach mit "Doch" antworten.


    Dann hätte es die Chance gegeben, den nötigen Einzelhandel dort lebendig zu integrieren und das Einkaufszentrum an dieser Stelle auf ein stadtverträgliches Maß zu reduzieren.


    Auch wenn der Centerbetreiber dies gerne bestreitet, ist die Skyline Plaza doch ein Messeparkhaus mit eingegliedertem Einkaufszentrum und an dieser Stelle genau so gewünscht.
    Inzwischen ist der Run auf das Einkaufszentrum abgeflaut und selbst an Adventssamstagen kann man dort bummeln ohne geschoben zu werden - die Gefahr für den innerstädtischen Einzelhandel ist wohl gebannt.


    Auch die mittige, aber dann deutlich schmalere Europa-Allee oder Straße oder Boulevard hätte dann die realistische Chance gehabt, ein Ort zu werden, an dem sich Menschen gerne aufhalten. So wie projektiert, habe ich da meine Zweifel, aber wir werden ja sehen.


    So recht du bezüglich der bestehenden Aufenthaltsqualität hast: Eigentlich muss es heißen "Nur eine schmalere Straße...". Damit wäre aber der wohl angedachte, zumindest zeitweise deutlich höhere Verkehrsfluss nicht zu bewältigen, der mit dem Vollausbau des Viertels und insbesondere der Europaalee selbst, entstehen wird


    Als kleiner polemischer Denkanstoß: Man baut hier eine Friedberger Landstraße, die eine Berger Straße werden soll, bzw. eine Gartenstraße, die eine Schweizer Str. sein möchte. Ob das so funktionieren wird?


    Auch hier denke ich, dass deine Sicht der Dinge nicht den Realitäten entspricht (so, ich kann auch PC).
    Es war wohl nie die Absicht, dass die EA ein Kneipenviertel mit Kuschelcharme wird. Das widerspräche völlig der dort angesiedelten "hochwertigen" Wohnbebauung, deren Insassen wohl trotz gedämmter Fassade jeden Wirt ab 22 Uhr in Grund und Boden klagen würden. Vielleicht werden in späteren Versionen die Pappfiguren der Architekturprogramme ja mitgeliefert, damit die Straße belebt aussieht.


    Der wesentliche Unterschied zu den Boulevards in Paris und Berlin (Ku'damm), ist, dass hier nur die Kombination Büro+Handel/Gastro im EG auftritt, während dort auch die (teils durchaus in den oberen Etagen gewerblich genutzten) Wohngebäude fast immer eine Gewerbeetage im EG haben. Hier bricht mit dem Übergang von den Büros zur Wohnbebauung am Blockrand die gewerbliche Nutzung der Erdgeschosse ab.


    Die Europaallee ist in einer Stadt, die nie Hauptstadt war und nie Platz für Militärparaden brauchte, eines der wohl letzten Beispiele, eine autogerechte Verkehrsachse einzurichten. Perfekt in diesem Sinne in der ursprünglichen Planung mit ÖPNV unter der Erde, als Kompromiss in der jetzt kommenden Umsetzung.

  • zu 3. Hmmmm, wo hast Du das denn her? Das Gegenteil ist doch der Fall.


    Daraus Zitat des Planungsstandes Rahmenplan 2004: "Die öffentliche Erschließung soll zukünftig über eine unterirdische Stadtbahn mit 4 Haltepunkten parallel zur Europaallee erfolgen."


    Das ist ungefähr so verbindlich wie die Aussage, der Süden von Sachsenhausen soll künftig durch eine unterirdische Stadtbahn mit 2 Stationen unter der Darmstädter Landstraße erschlossen werden.


    Nein, schon vor Jahren (war's 2004?) sind die Varianten Straßenbahn, teilweise oberirdische Führung Stadtbahn und Stadtbahn im Volltunnel vergleichend untersucht worden; darauf bezog sich mein Einwand, die oberirdische sei immer Gegenstand der Überlegungen gewesen. Diese Untersuchung erwählte den Volltunnel als Vorzugsvariante. Aber eine Planung im eigentlichen Sinne war das noch nicht.


    Zuletzt im Frühjahr 2010 haben die Grünen und der OBR den Magistrat um die Prüfung einer teilweise oberirdischen Führung der Stadtbahn im Europaviertel gebeten. Der Magistrat ist dieser Bitte nachgekommen, hat untersuchen lassen und in der Vorlage M 240/2010 wortreich berichtet, warum das nicht gehen soll. Diese Vorlage war dann Grundlage für den Beschluss der StVV vom 24.2.2011, den Volltunnel planen zu lassen.


    Als man mit dieser Planung bei den Geldgebern vorstellig wurde, war deren Zahlungsbereitschaft gering, was die Rückkehr zur Variante "teilweise oberirdische Stadtbahn" erzwang.


    Drei Jahre später mit der M 75/2013 wurde dann ebenso wortreich erklärt, warum das, was im Jahr 2010 ganz und gar unmöglich erschien, jetzt doch ginge


  • Es war wohl nie die Absicht, dass die EA ein Kneipenviertel mit Kuschelcharme wird. Das widerspräche völlig der dort angesiedelten "hochwertigen" Wohnbebauung, deren Insassen wohl trotz gedämmter Fassade jeden Wirt ab 22 Uhr in Grund und Boden klagen würden. ...
    Der wesentliche Unterschied zu den Boulevards in Paris und Berlin (Ku'damm), ist, dass hier nur die Kombination Büro+Handel/Gastro im EG auftritt, während dort auch die (teils durchaus in den oberen Etagen gewerblich genutzten) Wohngebäude fast immer eine Gewerbeetage im EG haben. Hier bricht mit dem Übergang von den Büros zur Wohnbebauung am Blockrand die gewerbliche Nutzung der Erdgeschosse ab.


    Ich nehme schon an, dass zum Thema Europaallee schon die Idee des klassischen Boulevards in den Köpfen war. Ich denke aber, dass sich das gesamte wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld, in dem Einzelhandel und Gastronomie sich heute entfalten, gegenüber der der Blütezeit der großen Boulevards in der Ära des wilhelminischen Städtebaus grundlegend verändert hat. Keiner weiß besser als Du, wie Einzelhandel heute läuft. Ich möchte das nicht bejammern, aber dass die Europaallee jemals das Gepräge eines gründerzeitlichen Boulevards wie in Paris oder Barcelona erreichen könnte, ist nahezu ausgeschlossen.


    Kleine Läden und Eckkneipen, die heute teils noch die gründerzeitlichen Viertel prägen, laufen heute nicht mehr; sie funktionieren nicht mehr, weil sie im Wettbewerb mit EKZ a`la Skyline-Plaza, MTZ oder NWZ den Kürzeren ziehen. Sie laufen allenfalls noch dort, wo die Ladenmieten unterdurchschnittlich niedrig sind; das ist in Neubaugebieten regelmäßig nicht der Fall.
    Größere Ladenflächen sind nicht die Lösung, weil sie zwangsläufig hohe Kosten erzeugen, ohne zugleich höhere Umsätze zu garantieren. Kleine Geschäfte laufen nur noch im räumlichen Verbund mit Publikumsmagneten wie REWE, Aldi, Saturn usw.. Auf einer Strecke von mehreren hundert Metern beiderseits der Europaallee wird sich ein Milieu wie in den Ladenstraßen der Stadtteile teilweise noch vorhanden (Leipziger-, Berger-, Schweizer-, Königsteiner Straße) deshalb gar nicht erst entwickeln können. Wie das endet, sieht man im südlichen Gutleutviertel/Westhafen, wo es überhaupt nur ein einziges Geschäft gibt, einen REWE-Markt.


    Die Konsumgewohnheiten des Publikums ändern sich, getrieben auch von sich ändernden Rahmenbedingungen im Handel. Kostenloses Parken, witterungsgeschütztes Flanieren, Marken-Shops und niedrige Preise sind vielen Leuten wichtiger als der Flair eines Stadtteils. In Höchst konnte man en detail nachvollziehen, wie ein Stadtteil in der Konkurrenz zum MTZ ins Hintertreffen geriet.
    Die Vertriebsmodelle von Tschibo, Aldi & Co, einzelne Artikel oder kleinere Artikelgruppen in großer Zahl und zu kleinem Preis 1-2 Mal im Jahr in die Läden zu drücken, sind ebenfalls Gift für die Fachgeschäfte. Wenn z.B. Tschibo vor Weihnachten eine – ich nenn's mal so - Themen-Aktion mit Plätzchenback-Zubehör macht (Küchenwaage, Förmchen und was noch alles), wird der Bedarf an diesen Waren kurzzeitig komplett gedeckt. Läden, die so was ganzjährig auf Lager halten, wie Lorey oder Meder in Bornheim, haben dann gelitten. Was bleibt, sind Ketten-Läden und Systemgatronomie, sofern sie an der Europallee die Flächen finden, die sie für ihre Konzepte brauchen.

  • City-West hätte Vorbildcharakter haben sollen

    Sie laufen allenfalls noch dort, wo die Ladenmieten unterdurchschnittlich niedrig sind; das ist in Neubaugebieten regelmäßig nicht der Fall.


    Es gibt Ausnahmen zu der "Regel", dass Neubaugebiete keine Kleinteiligkeit in Bebauung, Einzelhandel und Gatronomie zulassen. Das City-West ist ein Neubaugebiet mit Blockrand, individueller Gestaltung (Fassaden, Formgebung, Dachabschluss, Farben) und einer gewissen Enge. Zwar stehen auch dort große Blöcke, aber es entstand abwechslungsreiche Gastronomie und auch Einzelhandel zu annehmbaren Preisen. Mit einem zweiten City-West anstelle der gleichförmigen "Wohnfabriken", die man an der Europa-Allee sehen kann, hätte ich deutlich besser leben können. Das Europaviertel wird in dieser Form keine lange Halbwertzeit haben.

  • Pardon, aber lasst doch mal die Kirche im Dorf. Das Europaviertel ist ein Baugebiet, übergreifend betrachtet noch nicht einmal zur Hälfte bebaut (von fertig gestellten Gebäuden nicht zu sprechen). Okay, auch in der jetzigen Phase besteht der Wunsch, Urteile zu fällen. Das ist legitim, sollte m. E. aber mehr berücksichtigen, dass eine Fertigstellung eben immer noch in recht weiter Ferne liegt.


    Wie wurde damals auf der City-West herumgehackt, im entsprechenden Strang jederzeit nachzulesen. Und nun? Nach Fertigstellung ist das Quartier auf einmal leuchtendes Vorbild. Nicht zu unrecht, denn die City-West funktioniert. Aber eben erst seit ihrer Fertigstellung, mit dem Bezug der vielen Neubauwohnungen die erst in der letzten Phase gebaut wurden. Wie an der Südseite der Europa-Allee Ost gibt es dort gleichförmige Bauten, das "Athlon Place" und andere auch, sie stören nur nicht mehr besonders. Denn weitere Bauten sind hinzugekommen, und erst damit hat sich - da stimme ich Golden Age durchaus zu - ein Eindruck individueller Gestaltung und einer gewissen räumlichen Enge eingestellt. Die anfangs wahrgenommene Sterilität verliert sich zusehends oder hat sich, je nach individueller Wahrnehmung, bereits verflüchtigt.

  • Sehr aufmerksam habe ich die letzten Beiträge gelesen. Grundsätzlich kann ich mich eigentlich jeder Meinung anschliessen, aber das wesentliche ist doch das ein (neues) Wohngebiet/Viertel doch im allgemeinen durch seine Bewohner geprägt wird. Ob mir das ganze aus Architektonischer Sicht gefällt oder nicht gefällt, steht dabei nicht im Vordergrund. Schlussendlich muss ich, wenn es mir nicht gefällt, hier ja auch nichts kaufen oder mieten. Ich gebe da Schmittchen recht in Bezug auf die City West, bin neulich mal wieder in der Ecke gewesen und muss sagen das hat sich echt positiv entwickelt. Vielleicht sollte man dem EV auch mal die nötige Zeit geben bis es im wesentlichen fertig bzw. bewohnt ist.

  • auch wenn ich hier eine Aussenseiterrolle übernehme, möchte ich sagen, daß mit das EV sehr gut gefällt. Anders als die meisten in diesem Thread, würde ich hier jederzeit eine Wohnung kaufen, würde dieses Neubauviertel den meisten anderen vorziehen. Nicht nur die exponientielle Lage, nein auch gerade die Architektur Marke "Stalin Allee" und die Großzügigkeit der gesamten Fläche hat imho etwas großstädtisches. Noch ist dieses Viertel nicht fertiggestellt, jedoch wird die Lage dafür sorgen, daß auch des Nachts die Strassen belebt sein werden, kann aber noch ein paar jahre dauern...

  • Gestaltung tut Not

    Bezüglich der Gestaltung hatte ich den Ortsvorsteher vor etwa zwei Jahren mal angefragt, ob man den Güterplatz nicht auch in Europaplatz umbenennen wolle und dann einen Europa-Weg entlang der Allee anlegen solle, aber da war die Gestaltung des Güterplatzes ohne dass ich es wusste schon auf den Weg gebracht worden.
    Nichtsdestotrotz könnte man immer noch entlang des Weges einen Europa-Lehrpfad - oder weniger schulmäßiges - unterbringen, vielleicht jeweils ein Bild aus den Städten, nach denen die anliegenden Straßen benannt sind oder etwas anderes Typisches, Skulpturen kleiner Künstler etwa, oder man stellt (Zeit-)tafeln auf, die die Geschichte Europas nachzeichnen. Das wäre für die, die auf dem Weg von einem Hotel am Boulevard auf dem Weg zum Skyline Plaza sind, sicher ganz nett. (und mir fallen spontan vier aktuelle oder kommende Hotels mit Adresse am Boulevard ein)
    Und in der Tat:
    Erst mit den Bewohnern und der werktätigen Bevölkerung kommen die dringend notwendigen Cafés entlang der EA; und in Boulevard Mitte ist ohnehin noch nichts fertig gebaut, aber es ist schon gut erkennbar, was noch alles kommt. (The Brick, ein weiteres Hotel...). Abgesehen davon muss man wohl weitere sechs bis sieben Jahre warten, bis die Aufenthaltsqualität ein erwünschtes Maß erreicht, da in der Zwischenzeit die Stadtbahn gebaut wird.
    Nochmal zurück zum architektonischen:
    Ein bißchen Auflockerung zeichnet sich in Boulevard Mitte ab, und auch im Osten ist durch das in Bau befindliche Gebäude auf dem Baufeld Nord 2 noch eine Auflockerung zu erwarten.


    Alles in Allem sehe ich noch viel Potential!

  • Eine Hiobsbotschaft... o.O


    Auch wenn ich bundespolitisch mit den Linken sympathisiere, so sind sie auf kommunaler Ebene leider Pfeifen und denken sehr provinziell! Die FDP ist kommunalpolitisch gar nicht ernstzunehmen, in der Eschersheimer wollten sie die A-Strecke nachträglich untertunnelt haben und hier aber keinen Tunnel!? Der Autotunnel wird einmal sehr viel Durchgangsverkehr aufnehmen und eine Entlastung der Friedrich-Ebert-Anlage sein, daher ist es für die Anwohner im Europaviertel West sehr angenehm den Verkehr im Tunnel zu haben. Ohne Tunnel leider kein Europagarten!!!


    Eine Frage nun die sich mir aufdrängt...
    Weiß jemand zufälligerweise wieviel der Meter an geschaffener Tunnelstrecke mit der "neuen österreichischen Bautmethode" und der Schildvortriebmethode kostet? Ich meine explizit nur die reinen Baukosten ohne die Kosten für das Grundausleihen der Schildvortriebmaschine, denn sie muss jetzt so oder so angeschafft werden.
    Hätte eine Rampe bis kurz hinter die Emser Brücke daher bessere Chancen, da nun der Meter Tunnelstrecke im Vergleich billiger wird? Die ursprüngliche Variante hätte Mehrkosten in Höhe von 80 Millionen Euro nach sich gezogen, jetzt stehen Mehrkosten von 55 Millionen Euro angeblich sowieso ins Haus.
    Die Frage stelle ich aus reiner Neugier, mir persönlich ist klar, dass die U-Bahn so kommt wie sie beschlossen worden ist.

  • ^ Ich denke, die Tunnelbaukosten unterschieden sich nicht in Bezug auf die Kubatur und damit nicht die Mengen des verbauten Materials. Die Mehrkosten dürften tatsächlich auf das Bauverfahren, also die Kosten des Schildvortriebs, und die Beherrschung des Grundwasserproblems zurückzuführen sein. Bisher wurden ca. 900 €/m³ umbauter Raum kalkuliert. Wenn sich die 55 Mio € Mehrkosten wirklich nur auf die Tunnelröhren beziehen, würden die Kosten über 1.900 €/m³ umbauter Raum betragen; dieser Betrag sinkt, wenn von den Mehrkosten auch ein Teil auf den Bau der Station Güterplatz entfiele, worüber aber die Quellen keine Auskunft geben.


    Wir werden also auf die neue Bau- und Finanzierungsvorlage warten müssen.

  • Einschusslöcher

    Heute habe ich gesehen, dass mehrere Fensterscheiben des Skyline Plazza Einschusslöcher aufweisen. gezählt habe ich drei Scheiben mit jeweils einem Einschlussloch auf der zum Hotel Motel One zugewandten Seite.


    Vor ein paar Wochen habe ich zerschossene Fensterscheiben im Parigot am Boulevard Mitte gesehen. dort waren im leerstehenden Erdgeschoss ca. sieben Scheiben zerschossen.


    Nach dem Farbbeutelattacken und der "Gallus" Sprüher wird nun zu größerem Kaliber im Europaviertel gegriffen?


  • Einschusslöcher

    ^


    Es ist schon ein paar Wochen her, da habe ich beim Vorbeigehen am Parigot bemerkt, dass ca. sieben Fenster im Erdgeschoss Einschusslöcher ausweisen.


    Heute habe ich bemerkt, dass am Skyline Plaza ebenfalls Scheiben zerschossen sind.
    #806


    Nach den Farbbeutelattacken und der "Gallus" Sprüher wird nun zu größerem Kaliber im Europaviertel gegriffen?

  • Das sind vermutlich genausowenig Einschusslöcher wie damals am Tag nach der Eröffnung am REWE: In der Gegend rennen einige Idioten mit Nothämmern herum. Einer von denen hat seinerzeit in nur gut 30 Sekunden versucht den Laden zu entglasen und in fast jeder Scheibe ein oder mehrere "Einschusslöcher" bis in 2,5m Höhe hinterlassen.


    Im Vergleich zum neu Anstreichen oder Reinigen bei präparierten Fassaden ist das tatsächlich ein größeres Kaliber, weil wesentlich teurer.


    Bei Wohngebäuden gibt es leider nicht so viele Überwachungskameras, die damals zu einer sehr zügigen Festnahme führten.

  • Das Journal Frankfurt hat noch ein paar interessante Infos zum Praedium - Artikel


    - 242 Eigentumswohnungen
    - Preise von 3300 bis 8000 Euro pro qm
    - 1/3 der Eigentumswohnungen soll bereits verkauft sein
    - Rund die Hälfte der Käufer kommt aus dem Ausland


    Zu den Zitaten des Herrn Cunitz kann ich nur den Kopf schütteln, denn oben im Text wird doch klar, dass am Ende eine große Zahl Wohnungen einfach nur Geldbunker für reiche Ausländer ist und wohl nie eine Person tatsächlich darin leben wird..... wie kann eine solche reine Kapitalanlage nun Druck vom angespannten Wohnungsmarkt nehmen? Für die Statistik werden Wohnungen gebaut, welche aber nie genutzt werden -> also warum baut man die überhaupt? Und warum jubelt da die Politik drüber? Geht es am Ende doch nur darum ein paar Immobilien-Investoren zu Milliarden-Umsätzen mit 2-stelligen Renditen zu verhelfen?