Görlitz: Geplantes EKZ der Florana, Salomonstr. u. Berliner Str.

  • Görlitz: Geplantes EKZ der Florana, Salomonstr. u. Berliner Str.

    In Görlitz gibt es momentan eine intensive Debatte um ein geplantes Einkaufszentrum in der Nähe des Hauptbahnhofs, dem mehrere zum Teil hochrangige denkmalgeschützte und teilsanierte Gründerzeithäuser zum Opfer fallen sollen.


    https://www.thomas-daily.de/ne…nid=aaaRLZtPdOmbHf_FkjZut


    Görlitz: Florana plant EKZ für 30 Mio. Euro


    Die Florana Grundstücksverwaltungs- und Immobilienverwertungs KG plant den Bau eines Einkaufszentrums in der Görlitzer Innenstadt. Zwischen Salomonstraße und Berliner Straße seien rd. 10.000 m² Handelsfläche sowie ein Parkhaus mit 400 Stellplätzen vorgesehen, sagte Geschäftsführer Heinz Nettekoven auf TD-Anfrage. Dafür müssten aber einige denkmalgeschützte Altbauten abgerissen werden. Das Investitionsvolumen beziffert er auf rd. 30 Mio. Euro. Nettekoven rechnet mit der Baugenehmigung Ende dieses Jahres, mit einem Baubeginn spätestens Anfang 2013 und einer Fertigstellung für Ende 2013. Das Weimarer Unternehmen ist aktuell vorrangig in Dresden aktiv.


    Dienstag, 24. Januar 2012
    Petition an die Görlitzer Stadträte
    http://www.faktuell.de/lokalna…erlitzer-stadtraete-.html


    Auch in mehreren anderen saechsischen Staedten wird die Kritik an den Plaenen des aus dem Rheinland stammenden 84-jährigen Bauunternehmer Heinz Nettekoven immer lauter. Der versteht es gut, die Debatte mit Aussagen wie „Dat muss sich alles rechne. .. Dat Barockjedöns es jo ganz nett, lohnt sich ävver nit.“ weiter zu befeuern.


    Sächsische Zeitung vom 14. Januar 2012
    http://www.neustaedtermarkt.de/2012/lieber-beton-als-barock/

  • Es sollen acht denkmalgeschützte Wohnhäuser in der Berliner Str. und der
    Salomonstraße abgebrochen werden, von denen zwei bereits saniert sind.


    Die Gegner_innen geben vor allem auch zu bedenken, dass in Görlitz seit mittlerweile zwei Jahren das ehemalige Karstadt-Warenhaus leer steht, das sehr viel Verkaufsfläche
    bietet. Wie groß wären die Chancen, einen Investor dafür zu finden, wenn an anderer Stelle ein weiteres innerstädtisches Einkaufscenter entsteht? Und sie stellen mit Verweis auf das Citycenter hinter Karstadt, dessen Flächen längst nicht ausgelastet sind, die Frage, ob Görlitz ein weiteres Einkaufszentrum benötigt.


    Ausführlich und mit zahlreichen Bildern wird im APH-Forum über das Bauvorhaben berichtet und diskutiert:


    Görlitz - Einkaufszentrum Berliner Straße 39 - 43, Salomonstraße 9 - 18
    http://www.stadtbild-deutschla…page=Thread&threadID=4313

  • Die Interessengemeinschaft Historisches Görlitz verweist auf ihrem Facebook-account auf die heutige Veranstaltung:


    Unter dem Motto „Neubau und Denkmalschutz für die obere Berliner Straße“ wird Heinz Nettekoven am Dienstag, dem 31. Januar, 18.30 Uhr, sein Projekt einer Einkaufspassage auf der oberen Berliner Straße vorstellen. Eingeladen hat der CDU Stadtverband Görlitz. Wo: Schankhaus Zum Nachtschmied, Obermarkt Görlitz


    Der Stadtrat hat am Donnerstag letzte Woche dem Bauverfahren für die Ladenpassage zugestimmt, mit der Betonung die Errichtung eines Einkaufszentrums mit Parkhaus unter weitgehender Einbeziehung vorhandener erhaltenswerter Bausubstanz, insbesondere der Baudenkmäler zum Verhandlungsgegenstand zu machen.


    http://de-de.facebook.com/page…G%C3%B6rlitz/329191022251

  • Ich bin heute mal nur aus Neugier im Görlizer Forum gelandet. Ich habe von Görlitz als der "schönsten Stadt Deutschlands" gehört. Das in, vom Krieg verschonten, Görlitz Häuser abgerissen werden sollen, eine Schande! Auch noch denkmalgeschützte, umso schlimmer. Dafür könnte man doch einfach nach Leipzig schauen. Dort hat man den Bauherren verpflichtet die Fassaden zu erhalten und in den Neubau zu integrieren (Lindenauer Markt). Lasst euch das nicht gefallen.

  • ^ Der aktuelle Stand ist doch auch, dass die Bausubstanz "weitgehend erhalten" werden soll, was sicherlich heißen wird, dass nur die Fassaden stehen bleiben werden. Aber immerhin. Trotzdem angesichts des bereits erwähnten Leerstands des Jugenstilkaufhauses ein sehr fragwürdiges Projekt.