Chemnitz: Contiloch/Neues Technisches Rathaus (in Bau)

  • Die Freie Presse berichtet heute über die Diskussion im Bauausschuss auf die Pläne zur Neubebauung des Conti-Lochs (Link). Bei je zwei Gegenstimmen (Grüne, Linke) und Enthaltungen (Linke) stimmte das Gremium dem Entwurf eines Bebauungsplanes zu.
    Ihre Zustimmung zum Entwurf knüpften die Räte allerdings an Bedingungen: So fordern sie weitere Informationen zur Zufahrt, zu den Auswirkungen auf den Chemnitzer Einzelhandel und zu den Bauabschnitten samt der vorgesehenen Gebäudehöhe. Durch den Entfall der teuren Tunnellösung fürchtet man Rückstaus auf der Bahnhofstraße. Investor Kellnberger will dem durch eine lange Zu- und Ausfahrt entgegenwirken.
    Wenn der Abschluss mit einem Großkunden zu Stande komme, dann werde das Gebäude bis 2014 komplett gebaut. Andernfalls will Kellnberger zunächst die Tiefgarage errichten und einen Teil des Komplexes zur Straße hin. Baubürgermeisterin Petra Wesseler sagte zu, die Bauabschnitte noch vorzustellen. Eine Festlegung der Gebäudehöhe ist sicherlich sinnvoll, damit nicht am Ende eine Tiefgarage alles ist, was von den Plänen übrigbleibt. Dass das wiederum nichts wert ist, sieht man am zweistöckigen Zwischenbau am Rawema-Gebäude, welcher laut Stadtratsbeschluss eigentlich auch hätte viergeschossig errichtet werden müssen.

  • Nach meinen Informationen, soll der große Mieter, EnviaM sein. Darauf soll das Konzept für die Vermietung und damit den Bau des Neubaus bauen. EnviaM soll aber gar nicht wollen. Sicher ist wohl nur der Bau des Parkhauses. Das Gebäude selbst ist mehr Fantasie. Das Parkhaus alleine ist ja ein toller Renditebringer. Warscheinlich wird die Argumentation, nach dem Herr Kellnberger verkündet hat, das der Neubau doch nicht kommt sein, -das Loch ist doch weg, machen wir eine Wiese drüber etc.
    Er ist ja kein Investor, der sich in der Stadt mit förderlichen Bauprojekten einbringt. Er hat fast nur Investorenprojekte hochgezogen. Im Grunde kann man ihm das noch nicht mal vorwerfen, denn das ist eine Motivation der Immobilienwirtschaft. Er nutzt halt die Dummheit in unserer Stadt aus.

  • Er ist ja kein Investor, der sich in der Stadt mit förderlichen Bauprojekten einbringt. Er hat fast nur Investorenprojekte hochgezogen. Im Grunde kann man ihm das noch nicht mal vorwerfen, denn das ist eine Motivation der Immobilienwirtschaft. Er nutzt halt die Dummheit in unserer Stadt aus.


    Hallo,


    ich habe keine Verbindung zu Herrn Kellnberger und seinen Projekten, dennoch möchte ich hier stark widersprechen. Sicher kann man über die ein oder andere Ausführung seiner Investitionen streiten. Fakt ist aber, dass durch ihn das gesamte Ensemble Rawema-Haus, Bundesbank, alte Sparkasse, Zwischenbau mit wunderbarem Vapiano und damit verbundenem Verschwinden kleinteiliger unansehnlicher asiatisch geprägter Einzelhandels- und "Gastronomie"-Fläche sowie die Herstellung eines ansehnlichen verbindendenen Platzes inklusive schönem Brunnen möglich wurde. Da wäre niemand anderes mit diesen Summen und in dieser Geschwindigkeit rangegangen, erst recht nicht (und das ist ja offensichtlich) ohne feste längerfristige Zusagen bei den jeweiligen Gewerbeflächen.


    Gleiches Spiel beispielsweise bei der Ermafa-Passage und gegenüber vom "Nischel".


    Woher also dieser Nicht-mal-mehr-nur-Unterton im Zusammenhang mit seinen Projekten kommt, ist für mich nicht verständlich.


    Als Bürger dieser Stadt hoffe ich, dass er und sein Schaffen uns noch etwas erhalten bleiben. Denn ohne ihn haben wir im Innenstadtbereich großinvestorenseitig fast nüscht.


    Dass man als Stadt engere Auflagen / Verbote für Stahl-Beton-Parkhäuser aussprechen sollte, statt sich mit Flora und Fauna in Baugruben zu befassen, steht auf einem ganz anderen Blatt.


    Das nur mal als meine Meinung, gern zur Diskussion.

  • Danke auch für Deine Meinung. Auch das muss man zur Kenntnis nehmen. Manch einer möchte ihm auch ein Denkmal setzen. Ich habe eine andere Meinung dazu.

  • Danke auch für Deine Meinung. Auch das muss man zur Kenntnis nehmen. Manch einer möchte ihm auch ein Denkmal setzen. Ich habe eine andere Meinung dazu.


    ... die interessiert mich sehr. Was hättest du mit der alten ERMAFA-Fabrik, der heruntergekommenen Zeile gegenüber des Karl-Marx-Kopfes oder der an Niedrigniveau nicht zu übertreffenden Ecke Rawema-Haus, Pinkel-Park, leergezogene Bundesbank und Sparkasse so gemacht? Also mit den in Chemnitz realistischen Rahmenbedingungen?

  • ... die interessiert mich sehr.


    Was hättest du mit der alten ERMAFA-Fabrik,


    So saniert, wie die Firmengruppe Kellnberger.


    der heruntergekommenen Zeile gegenüber des Karl-Marx-Kopfes oder der an Niedrigniveau nicht zu übertreffenden Ecke Rawema-Haus, Pinkel-Park,


    Abgerissen und nach dem Bebauungsplan einen 4 - 5-geschossigen Neubau mit entspr. Fassade gebaut und von meinem Vorhaben am gleichen Platz ein Angebot mit noch einem 3-gesch. Gebäude zu schaffen, abstand genommen.


    leergezogene Bundesbank und Sparkasse so gemacht? Also mit den in Chemnitz realistischen Rahmenbedingungen?


    Ähnlich saniert, wie die Firmengruppe Kellnberger.

  • Dann liegen unsere Meinungen doch nicht weit auseinander. An welcher Stelle siehst du dann die nicht förderlichen Investitionen und woraus ergibt sich deine Haltung gegenüber Herrn K.?


    Im Übrigen gehöre ich nicht zu den Denkmalbauern. Ich sage nur, dass er für ein Vorankommen mit den in Chemnitz gegebenen Rahmenbedingungen (fragwürdiger Denkmalschutz, eher gemächliches Vorankommen mit Bauvorhaben, zurückhaltendes Investorenengagement etc.) sehr wichtig war und weiter sein wird.

  • Ich habe gestern auch gesehen, dass alle Bäume abgeholzt worden. Ich bin mal gespannt, welcher Name sich dann für das neue Gebäude durchsetzten wird: "das Haus im Contiloch"?

  • Kannst du das genauer Beschreiben? Ich hoffe das bei dir heut der erste April ist./////In kürze werden wir genaueres erfahren...

  • Direkt am Dresdner Platz, wo eine neue Brücke gebaut wird liegt auch das in Chemnitz sehr bekannte Conti Loch.
    Nun habe ich mich einmal überzeugen wollen wie es darin so aussieht. Nun ist es wahrlich nicht klein und aber kann ich sagen,
    das die in der Presse besagten Rodungen zur Baufreiheit bis zum letzten Halm:-) vollendet wurden.
    Also, ein Auftrag ist bis zum ende erledigt und ich möchte nicht daran denken das dieses Projekt gescheitert sein sollte.


    In den nächsten Tagen wissen wir sicher mehr.



    ...Unvorstellbar währe es noch weitere Siebzehn jahre da runter zu Blicken..



    Nee!





  • Für das gegenüber dem Conti-Loch geplante Parkhaus will die Stadt mittels eines Bebauungsplanes immerhin einige gestalterische Vorgaben machen (Beschlussvorlage):


    - Prüfung der Festsetzung eines Mischgebietes gem. § 6 BauNVO bzw. eines Kerngebietes gem. § 7 BauNVO mit Ausschluss kerngebietstypischer Vergnügungsstätten (Spielhallen) und Tankstellen unter Berücksichtigung der Prioritäten aus dem Zentrenkonzept
    - Festsetzung von Baulinien zur Ausbildung eindeutiger straßenbegleitender Baufluchten
    - Festsetzung einer Mindesttraufhöhe von 15 m, bezogen auf die jeweilige Höhenlage der angrenzenden Straße
    - Ausschluss von sichtbaren Garagengeschossen im Erdgeschoss zur Bahnhofstraße
    - Etablieren einer Erdgeschossnutzung, die die Aufwertung des Straßenraumes unterstützt
    - Sicherung der Umsetzung des Konzeptes zum Ausbau der Bahnhofstraße

  • Das ChemnitzFernsehen, auch SachsenFernsehen genannt, hat zu den geplanten Parkhaus gegenüber dem Contiloch einen Bericht.


    Klick


    Verstehen kann ich nicht, warum man da nicht auch an Wohnungen denkt, statt nur für's Auto ???
    An fast gleicher Stelle ist das Contiloch und wenn es nicht gescheitert ist
    dann werden hier auch 500, 600 Parkplätze
    In Form einer Tiefgarage geplant und verwirklicht.
    Ich frage mich was das soll..
    Man kann doch mehr daraus machen.
    Gut finde ich das da nicht gleich und sofort Grünes Licht gegeben wird und
    die Vorschläge reichen zwar nicht so ganz aus, aber immerhin will man nicht nur einen Parkklotz.

    3 Mal editiert, zuletzt von (dwt). () aus folgendem Grund: Optimierung

  • Die Grafik im Bericht hat es zwar gezeigt, aber extra genannt wird es nicht. Herr Mierbach hat das Bürogebäude an der Brückenstraße gekauft. Anders wie man von außen annehmen mag, ist dieses im Inneren nur teilsaniert. Er möchte das Gebäude fertig ausbauen und steht in Verhandlung ein größeres Unternehmen mit entsprechender Mitarbeiterzahl in die Innenstadt in das Gebäude zu holen. Herr Mierbach sieht für dies Mitarbeiter Bedarf für ein Parkhaus und möchte es hinter dem Gebäude auf dem Grundstück, das er dazu gekauft hat, bauen.

  • Die Grafik im Bericht hat es zwar gezeigt, aber extra genannt wird es nicht. Herr Mierbach hat das Bürogebäude an der Brückenstraße gekauft. Anders wie man von außen annehmen mag, ist dieses im Inneren nur teilsaniert. Er möchte das Gebäude fertig ausbauen und steht in Verhandlung ein größeres Unternehmen mit entsprechender Mitarbeiterzahl in die Innenstadt in das Gebäude zu holen. Herr Mierbach sieht für dies Mitarbeiter Bedarf für ein Parkhaus und möchte es hinter dem Gebäude auf dem Grundstück, das er dazu gekauft hat, bauen.


    Da erscheint es ja in einen ganz anderen Licht.
    Da Frage ich mich aber, warum die Presse nur einen Teil der Geschichte veröffentlicht?
    Das ist mir vor längerer Zeit auch schon einmal aufgefallen,
    wo man über einen Abriss vor ein paar Jahren berichtete und das war es schon.
    weder was daraus nun wird und ob es welche Zukunft geben wird, wurde
    in keinster Weise angedeutet. Heute steht da ein Kindergarten.
    Ist das gewollt oder schlechter Jounalismus?


    In diesen Fall wendet sich die abkehr meiner Meinung,
    jedoch sollte man versuchen das Erdgeschoß Lebendig mit Läden etc. zu gestalten.
    und vielen dank für deine Information.