Karlsruhe: Quartier Hauptbahnhof Süd

  • Ich weiß noch nicht genau, ob es ironisch gemeint ist... Man hofft, ja dass es weitergeht... und man hört es gibt wieder mal Gespräche.... wie schon so oft...

  • Wie aus den Unterlagen zur nächsten Gemeinderatssitzung hervorgeht, rechnet die Stadtverwaltung mit dem Baubeginn für den ZOB frühstens 2017/18. :nono:

  • Gibt es denn ueberhaupt irgendwelche konkreten Planungen fuer das Areal?
    Das dauert dann ja eh alles noch mit all den Antraegen, Wettbewerben, Gutachten, die da immer so anstehen.

  • ^
    im Dezember gab es ja die Standortentscheidung. Der ZOB soll demnach an er Fautenbruchstrasse gebaut werden und nicht direkt hinter dem Südausgang..


    Dass der Baubeginn erst 2017/18 sein soll überrascht mich jetzt nicht: Die Stadt brauch doch immer mindestens 3-4 Jahre Vorlaufzeit bis was passiert.. bei den privaten Bauherren (siehe Ludwig Erhardt Allee) geht das irgendwie alles immer ein wenig schneller.



    Direkt hinter dem Südausgang sollen ja "hochwertige" Gewerbebauten entstehen aber ich bezweifel dass es dafür schon konkrete Planungen gibt..

  • meines Wissens nicht, aber die Hängepartie mit dem ZOB hat natürlich nicht gerade zur Beschleunigung beigetragen.... vielleicht kommt jetzt was in Gang...

  • Hinter dem HPF beim Wasserturm soll nun ein weiterer Hotel-/Bürokomplex entstehen, der vom Architekturbüro Peter W. Schmidt (PF) realisiert werden soll. Die Rede ist von einem Hotel mit ca. 180 Zimmern und einem separaten Bürokomplex mit gut 7.000 qm. Baustart ist für 2016/2017 angepeilt. Im Web habe ich noch keine Visualisierungen gefunden, den Entwurf den ich in der Zeitung gesehen habe, finde ich nicht übermäßig spektakulär, der Klassiker mit 6 Etagen, einer halbwegs zeitgemäßen Bürofassade, der Wasserturm wird m.E. zu wenig in das Konzept integriert. Wie auch immer, so langsam kommt Bewegung rein... nach Jahrzehnten Dornröschen schlaf. Aber es ist noch Luft nach oben ;-).

  • Danke für das Finden der Visualisierung!


    Ich bin angenehm überrascht.


    Im Gegensatz zu Euch beiden, jenny184 und nas12, finde ich die Einbindung des Turms gut gelöst. Ich hoffe, Ihr nehmt mir das nicht übel!


    Durch die relative Enge auf der Fläche entsteht eine Dichte der Bebauung, die den Beginn der Kernstadt deutlich signalisiert. Vielleicht ist der Vergleich etwas gewagt: die Situation erinnert an eine Stadtmauer mit Turm und bildet damit eine markante Eingangssituation. Der Turm bleibt aber der Blickfang.


    Besonders freut mich, von der Idee einer gastronomischen Nutzung des Turms als Bar zu lesen.


    Den einzigen kleinen Punktabzug möchte ich für die Fassade geben. Da würde ich mir noch ein Quäntchen mehr Originalität wünschen.


    :daumen: Ernstle

  • Hier darf doch jeder sagen, was er denkt, insofern alles gut ;-).


    Ich hätte mir vorgestellt, dass man den Turm und das Hotel bspw. durch eine gläserne Brücke verbindet. Gerade weil es der Turm als Bar genutzt wird. Ich hätte mir auch vorstellen können, dass man Form, Farbe und Material mehr auf einander abstimmt. Die Fassade hat, gerade für ein Hotel, einen ziemlich geringen Wiedererkennungswert, eine geringe Eigenständigkeit. Aber für Karlsruher Verhältnisse ist das schon ganz okay. Es fehlen halt immer 20-30% von einem ordentlichen B-Stadtlevel zu etwas mit überregionaler Klasse.

  • Ich hoffe, Ihr nehmt mir das nicht übel!


    Also ich bin stinksauer! :D ;)


    Nee ich finde den Entwurf ja auch keineswegs schlecht. Finde nur es wirkt etwas beengt auf der Visualisierung...das kann aber auch täuschen. Sieht so aus als kommt man aus dem Gebäude raus und steht direkt vor der Wand. Und deshalb hatte ich mir einen etwas grösseren Platz um den Turm vorgestellt (mit Gastronomie). Aber alles in allem passt das schon. :daumen:

  • Ich kann mich da Nas und Jenny nur anschliessen.
    Ich wuerde sogar noch weiter gehen, denn mir gefaellt der Siegerentwurf nicht wirklich.
    Es ist einfach ein banaler Raumverschwender, der fuer mich in keiner Weise auf den Wasserturm eingeht.
    Diese Enge wirkt auf mich bedrueckend und ebenso tut es die Farbe, die wohl als Kontrapunkt zum Wasserturm herhalten soll.
    Das Ganze ist umso aergerlicher, wenn ich den anderen von nas12 praesentierten Entwurf anschaue.
    Der wirkt auf mich durch seine vertikale Abstufung wesentlich interessanter und harmonisiert viel besser mit dem Turm, auch wenn er ihn ueberragt.
    So ist das einfach wieder einmal ein Klotz um Flaeche zu versiegeln, sehr schade und hoffentlich kein Fingerzeig fuer das, was noch am Hbf Sued auf uns wartet.

  • Die Stadt Karlsruhe will ja schon seit Jahren von ihrem biederen "Graue Maus" Image was sie überreginal genießt wegkommen.
    Ich finde dazu müsste sie aber auch irgendwie mal was an der Architektur ändern. Wenn immer nur die langweiligsten und zurückhaltesten Entwürfe (wie z.B. auch beim Höpfner Areal) ausgewählt werden wird es schwierig dieses biedere Image abzulegen.
    Gerade am Hauptbahnhof würden interessante Gebäude den Reisenden einen ganz anderen Eindruck von Karlsruhe vermitteln.


    Wie schon erwähnt ich finde den Siegerentwurf in Ordnung und es auch einigermaßen verständlich dass der Neubau den alten Wasserturm als "Wahrzeichen" nicht überragen soll.. Dennoch hätte ich auch hier mal mehr gewagt und den "architrav"-Entwurf verwirklicht.


    Possitiv ist dass es überhaupt losgeht am HBF Süd..bleibt zu hoffen dass interessanter höhere Gebäude folgen...

  • Die Fassade hat, gerade für ein Hotel, einen ziemlich geringen Wiedererkennungswert, eine geringe Eigenständigkeit. Aber für Karlsruher Verhältnisse ist das schon ganz okay. Es fehlen halt immer 20-30% von einem ordentlichen B-Stadtlevel zu etwas mit überregionaler Klasse.


    Genau das meine ich, wenn ich mir ein "Quäntchen mehr Originalität" wünsche!


    Grundsätzlich freue ich mich immer, wenn Entwürfe vorgelegt werden, die den sechsgeschossigen "Karlsruher-nur-nicht-auffallen!-Einheitsbrei" überragen. Der alternative Entwurf stiehlt aber meines Erachtens dem Wasserturm die Schau, macht ihn zum puren Anhängsel. Deswegen bevorzuge ich nach wie vor den ersten Entwurf, bei dem der Wasserturm - trotz der Enge - seine Eigenständigkeit behält.


    Im übrigen hat der Alternativentwurf auch nur das neue "Karlsruher 40m-Towerle-Format". Insofern verzichte ich an dieser Stelle gerne auf ohnehin nicht erreichte Höhe.


    Alles Geschmackssache! Aber mir gefällt die Diskussion um Qualität in der Architektur. Bitte weiterdisutieren!


    Ernstle :OK30::OK30:

  • @ Ernstle


    Ich finde gernerell wirken höhere Gebäude erst richtig in Clustern. Das Parkoffice alleine macht mMn nicht sonderlich viel her. Das Ensemble mit Parktower wirkt hingegen schon urban und macht was her. Der alternativ Entwurf am Wasserturm, den ich auch auf 40 bis 45 Meter schätze, hätte die Bebauung am HBF-Süd, wenn sie denn überhaupt mal so wie auf den Plänen verwirklicht wird, mMn gut ergänzt. Der Entwurf wirkt auf mich aufgrund seiner Proportionen auch nicht soo globig wie die üblichen 40-Meter Klötzchen. In Bezug auf den Wasserturm hast du Recht... Es ist jetzt aber auch müssig darüber zu diskutieren...die Entscheidung ist gefallen.

  • Ich finde, Eigenstaendigkeit eines Gebaeudes laesst sich nicht nur anhand der Hoehenmasse beurteilen.
    Der Turm behaelt zwar im Siegerentwurf seine Hoehendominanz, wirkt aber dennoch wie ein Fremdkoerper.
    Er ist ueberhaupt nicht eingebunden in das neue Projekt, sondern steht an der Seite wie eine Muelltonne, die nicht abgeholt wird.
    Daher verliert er fuer mich dadurch auch jegliche Wertigkeit.


    Der andere Entwurf hingegen bezieht den Turm mit ein, zum einen durch die Integration in die aufsteigende Hoehe,
    wo der Turm quasi eine Zwischenstufe zum Hochplateau bildet und andererseits natuerlich durch die Bruecke die den Turm auch optisch direkt verbindet.
    Dieser Entwurf vermittelt mir, dass der Turm willkommen ist, waehrend es beim Siegerentwurf bestenfalls eine Duldung ist.
    Eine noch groessere Gebaeudehoehe als die bei uns ueblichen 40m haette an dieser Stelle aber auch fuer mich zu einer Entwertung des Turms gefuehrt.
    Der Entwurf mag fuer sich auch nicht die Toploesung sein, aber dennoch erscheint er mir umso viel besser,
    dass ich eine Neuausschreibung und damit verbundene Verzoegerung bevorzugen wuerde statt einer zeitnahen Umsetzung des Siegerentwurfes.


    Was groessere Hoehen angeht, haette ich mir diese fuer INIT oder auch fuer die Tuermchen in der Ludwig-Erhard-Allee gewuenscht.
    Aber vor allem Letztere mag auch so recht gelungen wirken, wenn das Gesamtprojekt inklusive der Bebauung der Nordseite denn mal abgeschlossen sein wird.
    Bleibt zu hoffen, dass dieses Hotel am Wasserturm in irgendeiner Weise als Motor fuer den Hbf Sued wirkt, aber bitte nicht als Anhaltspunkt fuer die zu erwartende Qualitaet herhaelt.

  • Ich kann mit dem Siegerentwurf leben, auch wenn ich finde, dass die andere Variante deutlich mehr "Großstadt" verkörpert hätte und vor allem bei Durchreißende (sowohl Bahn als auch Bus) mehr Eindruck hinterlassen hätte.


    Meine Hoffnung auf zwei 100 Meter Gebäude lebt noch, jedoch beschleicht mich das Gefühl, dass wieder nur - wie Ernstle so schön sagte – im 40m-Towerle-Format gebaut wird.


    Um jeden Preis nicht auffallen... (Könnte doch der neue Slogan von KA werden)


    Aber zum Glück denke ich nicht alleine so...

  • Die FDP will wohl im Gemeinderat ein Behördenzentrum an der Südseite des Hauptbahnhofes vorschlagen. Dafür soll Wohnraum in der Innenstadt geschaffen werden.
    Die Stadtverwaltung will hingegen zunächst Gespräche mit potentiellen Investoren abwarten die wohl nach der Entscheidung über den Busterminal wieder aufgenommen wurden.


    http://www.ka-news.de/region/k…-FDP-Idee;art6066,1632034


    Was haltet ihr von dem Vorschlag?