Revitalisierung Bötzow-Brauerei (Prenzlauer Berg | in Bau)

  • Update vom 08.11.2023, fotografiert von mir



    Von der Kreuzung aus fotografiert

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    Die Treppe hinauf zu Areal nimmt Form an, auch die Anlagen drumrum werden gestalterisch erkennbar

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    Hier werden offenbar auch Treppenstufen recycled. Interessant: Offenbar spart man sich (vorerst?) hier an dieser Stelle den Neubau der auf der Gebäudegrafik weiter oben zu sehen ist...

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    Der monumentale Eingang in ein neues Fitness-Studio

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    d.

  • Ein kleiner Teil des Gerüst Ist verschwunden beim Kleinen Gebäude & auf der Hinterseite des Projekts beginnt man jetzt mit den letzen Gebäude/ Rohbau ? Oder an der Tiefgarage .Man ist noch am UG. Trotz starken minus Grade ist man heute am Arbeiten.


    © Johannes_9065 ( heute)


    Hier ist ein kleiner Teil des Gerüst Weg.⬇️

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    Hinterseite ⬇️


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    ⬇️ Kommt das letzte Gebäude ( UG ) ist man Grad oder evlt ist es die Tiefgarage.

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    Einmal editiert, zuletzt von Johannes_9065 () aus folgendem Grund: ( beim letzen " Gebäude" könnte es sich doch nicht handeln, wenn man an den Bau plan sieht könnte es evtl ( vlt ) eine Tiefgarage Handeln.

  • Anbei ein paar neue Eindrücke vom Fortschritt an der Bötzow-Brauerei.


    [Alle Bilder © bauhelmchen 2023]


    Am kleineren Gebäude sind die Gerüste abgebaut.

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    Im Frühjahr wird es wieder grüner :)

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    Hier hat der Abbau des Baugerüstes begonnen.

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    Im Hintergrund der leuchtende Turm der Backfabrik.

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  • Die Neubauten der Bötzow Brauerei fügen sich gut in das Stadtbild


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    Die Gerüste fallen und was ich sehe gefällt mir



    Freu mich schon auf den Biergarten


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    Alle Bilder von mir

  • ^... mal wieder super Bilder! :thumbup: Dieses Soylent-Green .... - Du schreibst, es fügt sich gut ein... für meinen Geschmack zu sehr. Wenn man sich jetzt das markante Eckgebäude gut zwei/dreimal so hoch vorstellt... wie gut würde es diese Eingangsposition markieren fast eine Landmarke sein und sich dabei trotzdem noch einfügen. Außerdem würde es eine schöne Höhenstaffelung zum Alex hin bilden. Aber auch ohne die Träumerei, eins meiner ganz dollen Lieblinge in Berlin.

  • Mag sein, dass sich die Neubauten der Bötzow Brauerei gut einfügen. Schwierig ist allerdings der Gebäuderiegel zwischen den aktuellen Neubauten und dem Soho. Direkt an der Straße der langezogene Bau, der leider viel zu niedrig ist. (Ist da ein Sportstudio drin?). Dahinter dann der Altbau mit dem Leuchtturm. Das sieht alles richtig gut aus. Aber es fehlt halt die einheitliche Blockkante zur Straße hin.


    Mein Einwurf soll das Ergebnis des aktuellen Projekts nicht schmälern. Ist schön geworden.

  • Architektur-Fan

    der Gebäuderiegel soll ja bekanntermaßen aufgestockt werden und würde sich dann von der

    Höhe auch besser einfügen


    Ja das ist ein Sportstudio drin, das John Reed. (Gegenüber das John Reed Bötzow ist eine höhere Kategorie, nach Einstufung der RSG-Group, die RSG Group sitzt mit Ihrem Head Office in der Backfabrik, Info nebenbei: die RSG Group will aus der Backfabrik ins Kudamm Eck umziehen, das verzögert sich weil im Kudamm Eck Asbest gefunden wurde und Rainer Schaller, deshalb RSG, mit dem Flugzeug tödlich verunglückt ist. Sie werden auf der Homepage des Kudammeck als Mieter bereits aufgeführt

    https://kudammeck.de)


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    Quelle: https://www.remm-invest.com/development

    3 Mal editiert, zuletzt von Merlin ()

  • Grundsätzlich sehe ich diesen Bau ähnlich positiv wie die meisten hier, aber es gibt einen Aspekt, mit dem ich mich einfach nicht anfreunden kann. Und das ist der Sichtbeton. Für mich ergibt sich eine klare Diskrepanz dazwischen, wie er in Proseminaren, avantgardistischen Architekturzeitschriften und durch die Brillen von sich selbst eher als Künstler verstehenden Architekten wahrgenommen wird und wie er letztendlich "in echt" im Stadtraum wirkt. Letzteres fällt im Regelfall - meiner Meinung nach - erheblich von der zuvor erhofften und behaupteten Wirkung ab. Es gibt wie immer Ausnahmen, wo es sehr gut funktioniert, aber die sind nun mal genau das: Ausnahmen.


    Für mich gewinnt dieses Gebäude durch den Sichtbeton nichts. Es sieht nur unfertig, kalt und nackt aus. Zusätzlich sieht man auf dem letzten Bild von Merlin ungleichmäßige und unsauber gearbeitete Fugen, die dem Gesamteindruck sicherlich nicht zugutekommen werden. Wirklich schade, dass man sich an dieser Stelle nicht zu einer hochwertigeren Variante durchringen konnte.


    Der Rettungsanker ist - wie so oft, bei solchen Gebäuden - die stark kontrastierende (kommende) Umgebungsbebauung, die dann zusammengenommen ein bestimmt ganz interessantes Ensemble bilden wird.

  • ^ Das wußte ich bisher nicht. Danke für die Information! Damit bekommt das Ganze dann Hand und Fuß.

    Sehe ich total anders, gerade die unterschiedlichen Höhen machen doch Urbanität aus. Dabei müssen es nicht immer Wolkenkratzer sein, sondern in den alten Städten Europas findet man häufig diese Höhenunterschiede und das macht es gerade spannend. An der Stelle wird aber sowieso nie der Eindruck von einer "kompaktheit" entstehen, weil einfach die Straße gegenüber nicht bebaut ist und auch sonst die große Kreuzung da keinen besonderen Flair aufkommen lässt.


    Ich finde das Gebäude von Otto Bock hätte mit einer "beigen" Farbe auch viel menschlicher gewirkt. So hat dieser graue Sichtbeton mal wieder den Scharm eines modernen Traktors.

  • Man hätte auch mit gefärbtem Beton arbeiten können. Dafür gibt es in der Welt viele schöne Referenzen, zb dieses Wohnungsprojekt in Mexiko. Eine wärmere Farbe - wenn auch nicht ganz so rot wie die Referenz - hätte den Gesamteindruck des zugegebenermaßen tristgrauen Betons deutlich aufgewertet, ohne dafür die haptische Qualität des Betons opfern zu müssen.

  • Jetzt muss ich aber deutlich widersprechen.


    Erstens wurde bei den Altbauten der rote und gelbe Ziegel erhalten und damit der alte

    Industriecharakter.


    Zweitens muss man berücksichtigen, das meine Bilder gestern im grauen Berliner Winter aufgenommen wurden.

    Die Gebäude mit grauem Sichtbeton wirken natürlich ganz anders, wenn im Sommer die Freiflächen begrünt und

    der Wasserlauf angelegt wurde. Der Eindruck wird viel freundlicher.


    Deshalb hier nochmal die Visualisierungen


    Die begrünte Freifläche mit Wasserlauf:


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    Visualisierungen die ich hier noch nicht gesehen habe:


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    Die Wandelhalle mit spiralförmiger Rampe in den Brauereikeller


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    Quelle: Bötzow | Laborgh Investment

  • Ich weiß, wie Sichtbeton bei Sonnenschein aussieht. Natürlich kommt der dann etwas freundlicher daher, aber das reicht mir nicht, um von meinem generellen Urteil abzuweichen. Und schau mal, wie die Fassade auf den Visus aussieht. Das ist kein einfacher Sichtbeton, wie wir ihn hier im dritten Bild haben, sondern gestrichen oder sonst irgendwie bearbeitet.


    Und über die Begrünung bin ich auch froh, obwohl ich die Spaghetti-Hecken etwas komisch finde. Die Vegetation ist aber eben auch bitter nötig, um die graue Rohheit des Betons abzufedern.

  • ^Ich verstehe deinen Punkt, sehe es bei diesem BV aber nicht so dramatisch. Durch die interessante Form der Fenster, die auch noch in die Fassade zurückversetzt wurden, ergeben sich schöne Schattenwürfe. Sowas hätte ich mir auch beim Tacheles gewünscht. Auch sind die Fenster groß genug, sodass der Sichtbeton nicht so viel Raum einnimmt. Ich hoffe eher, dass die Fassade oft genug gereinigt wird, denn Beton setzt gerne mal einen Grünspangammel an, den man auch mit zwei geschlossenen Augen nicht mehr als Fassadenbegrünung verkaufen kann...

  • Was Beton angeht: Ein grossartiges Baumaterial, meines Erachtens, Wie überall kommt es auf die Qualität der Ausführung an. Oder vielleicht sogar bei Beton noch mehr. Der derzeit bedeutendste lebende japanische Architekt, der bekannt ist für einen Umgang mit Beton, zeigt das deutlich: link. Mein Eindruck von den Bildern her ist: Der Entwickler bezahlt bei dieser Ex-Brauerei einen für Berliner Verhältnisse teuren und qualitativ hochwertigen Umgang mit Materialien. Insofern kann man erstmal guter Dinge sein.

  • Heute ein Update. Das Gerüst Ist so Gut wie abgebaut & Teil des Gehwegs/ Grünalgen & Tiefgarage ( Rohbau) Ist fast fertig


    © Johannes_9065


    ⬇️ Blick von hinten. Das Gerüst ist nun komplett Weg.

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    ⬆️⬇️ Ein Tiel der Hecken/ pflanzen & Gehweg

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    ⬇️⬆️ Hier könnte ein neues Gehweg Kommen

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    ⬇️ Das fast fertige Rohbau des Parkplatzes & ganz links ( von Bild) könnte evtl. Bald das letzte Gebäude mal Kommen auf der freie Fläche, wo zzt. Die Baucontainer stehen.

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  • Hier wird weiter fleißig gearbeitet.


    Die Außenanlagen werden angelegt und terrassenförmig begrünt:


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    Alle Bilder von mir © Merlin

  • ^ Herzlichen Dank, das sieht ja aufregend aus! Ich mochte die verwunschene Lost-place-Atmo zuvor, aber das ist schon eine Bereicherung für PB und für Berlin. Weckt bei mir unbestimmte tropische Assoziationen, Brasilia oder so. Die Gebäude wirken sehr präsent, man vergleiche sie nur mit dem modernen Bau am rechten Rand des ersten Bildes. Chipperfields Bedeutung für Berlin wächst mit jedem verwirklichten Gebäude.

  • Die Situation mit der Backsteingefassten Treppe sieht wirklich einnehmend aus.


    Ich seh besonders im höheren Bau aber eher einen Widergänger des Palazzo della Civilta.


    So richtig passt diese betonsichtige Anmutung mit ihrer Schwäche fürs monumentale aber hier für mich nicht recht ins Milleu.


    Farblich wird er sich mit dem geplanten, f.m. Zweifelhaften Entwurf, des hellen Putzbaues gegenüber eher beißen.


    Die Fassade hätte in Voll-Klinker oder auch Putz u. Klinker expressionistischer wirken können und würde dann auch nicht so sehr wie eine Doublette ital. Staatsarchitektur der 30er wirken.

    Zudem hätte der Bau m.M.n. damit besser mit den Bestandsbauten harmoniert und würde bei aller gestalterischen Autonomie ergänzender und weniger selbstreferenziell zum Flair des Ortes passen.


    Meine Befürchtung zu dieser Sichtbetonfassade ist, dass diese in unseren Breitengraden wie an einigen Bsp bekannt, schrecklich altern und dann über die Zeit bei der Vielzahl an Öffnungen und Fugen, witterungsbedingt, recht verheult aussehen wird.

    Man denke nur mal an das BuKaA, das wirkt mittlerweile wie ne schmuddelige olle Waschmaschine aussieht.

    Ich weiß nicht ob dann das Wonnige, tropischer Assoziationen, dann so noch greift.

    Einmal editiert, zuletzt von Endell ()

  • Meine Befürchtung zu dieser Sichtbetonfassade ist, dass diese in unseren Breitengraden wie an einigen Bsp bekannt, schrecklich altern und dann über die Zeit bei der Vielzahl an Öffnungen und Fugen, witterungsbedingt, recht verheult aussehen wird.

    Diese Ansicht über das Bundeskanzleramt teilen viele, und doch ist es nicht ganz so wie häufig kolportiert. Die Stellen die am "verheultesten" aussehen, sind mit Naturstein verkleidet. Der altert eben auch nicht zwangsläufig schöner wenn er - so wie dort - flächig vorgeblendet wird.


    d.