Revitalisierung Bötzow-Brauerei [im Bau]

  • Offenbar hat Investor Hans Georg Näder nun David Chipperfield mit ins Boot geholt und diesen mit der Erstellung eines Masterplans beauftragt. Dieser sehe an der Prenzlauer Allee eine Kulturvilla sowie eine Kunsthalle und an der Saarbrücker Straße eine Galerie vor.


    Die ursprüngliche Planung für Wohnbauten habe man aufgrund der ausufernden, individuellen Änderungswünsche der Interessenten und der Gefahr, dass „die DNA“ des historischen Geländes zerstört würde wieder verworfen.


    Artikel Tagesspiegel

  • Heute wurde der Masterplan zur Bebauung des Bötzow-Brauerei Geländes an der Prenzlauer Allee durch David Chipperfield vorgestellt. Die Neubauten an der Prenzlauer Allee und an der Saarbrücker Straße sind allerdings noch nicht entworfen, so dass im Modell nur Platzhalter zu sehen sind.


    klick

  • ^ Es ist ja "nur"ein Masterplan, die Architektur also noch offen. Die Huldigung des Backsteinbaus (siehe insbesondere das Schwimmbecken auf dem Dach) und die Wiederkehr der Rundbögen bei den Neubauten (wie beim Forum an der Museumsinsel), sehen aber sehr vielversprechend aus. Das könnte eine nette Ecke werden.

  • Vom 22. bis 25. ist Tag der offenen Tür auf dem Bötzowareal unter dem Motto: "Chipperfield auf Bötzow, der Masterplan 2019" , der Eintritt ist frei. Ich guck mir das morgen mal an.

  • Es tut sich was

    Hallo, ich bin neu hier.


    Da ich gegenüber der Bötzow Brauerei wohne, kann ich die Aktivitäten dort ganz gut beobachten.


    In den letzten Wochen wurden erste Arbeiten vorgenommen und eine Gebäude entlang der Prenzlauer Allee errichtet.




    Weiter Richtung Saarbrücker Str. hat sich noch nichts getan (im Hintergrund das Wohnquartier La Vie



    Gruß, Michael

  • Das sieht aber doch eher aus wie ein temporärer Bau, der vom vorgestellten Masterplan erheblich abweicht. Ich vermute, es wird dort eine Ausstellung zum Projekt gezeigt. Auf der Website gibt es dazu leider noch keine Hinweise...

  • Upps. Silicon valley in Berlin, na drunter geht ja meist nicht. Architektonisch eher ein Zweckbau, sicher nicht von Herrn Schifferfeld, der den Masterplan gewonnen hat.

  • Zur Teileröffung der alten Bötzow Brauerei habe ich ein paar neue Visus des Geländes gefunden. Diese habe ich auf dem Gelände abfotografiert. Perspektivisch also nicht korrekt. Ich finde, wenn es denn so kommen sollte, dass das ein Gewinn für Berlin sein wird.





  • Ab voraussichtlich Juli 2021 soll der Bürobetreiber Wework auf dem Bötzow-Areal einziehen und auf über 10.000 Quadratmetern flexible Bürolösungen anbieten: https://www.immobilienmanager.…-boetzow-areal/150/68772/
    https://www.property-magazine.…-boetzow-areal-94829.html
    Zunächst werde Wework zwei historische Gebäude auf dem Gelände übernehmen, die derzeit nach Plänen von David Chipperfield Architects Berlin umgebaut werden. Außerdem miete das Unternehmen zwei Neubauten auf dem Gelände an, die 2024 fertig gestellt werden sollen. 40 Mio. Euro werden demnach dort insgesamt investiert.


    Der Umbau der insgesamt sieben denkmalgeschützten Häuser werde sich noch bis Ende 2022 hinziehen, 2.710 Quadratmeter beziehe dort dann Sartorius mit 80 bis 100 Mitarbeitern: https://www.ottobock.com/de/pr…eter-auf-b%C3%B6tzow.html


    Noch in diesem Frühjahr will „Ottobock“ im fertig sanierten Haus 4 erstmals Patienten empfangen: https://www.morgenpost.de/bezi…wer-Boetzow-Brauerei.html



    Projektseite: https://www.laborgh.com/de/projekte/boetzow-berlin

  • Zitat gelöscht da fehlerhaft.
    Bato


    Leider glaube ich daran nicht. Das wäre für Berlin untypisch. Die Grünanlagen und Wasserspiele werden als zu aufwendig in der Pflege bezeichnet werden und als zu teuer, und die Bebauung vorne links mit den Bögen und die Architektur der beiden Kubatur-Bauten werden ebenfalls so nicht realisiert.


    Das ist ein schönes Rendering - alles was man hier mit Rundbögen erkennt wird eckig realisiet.


    Meine Prognose.

  • ^ Du weißt aber, dass das kein öffentliches Projekt ist, sondern ein privates? Wenn Hans Georg Näder das so bauen und bepflanzen lassen will, wird er das machen. Wenn es ihm zu teuer wird, lässt er abspecken. Das hat aber mit Berlin nichts zu tun – der Mann leitet eine Firma im Eichsfeld.


    Die Neubauten sind von Chipperfield, und der hat in Berlin schon aufwendigere Sachen gemacht – z.B. die gemauerten Bögen hier.

  • So, das Projekt Revitalisierung Bötzow-Brauerei wird nun auch von der Saarbrücker Straße aus sichtbar. Hier drei Bilder (von heute & von mir & gemeinfrei):



    Es wurde offenbar ein Hinkelstein ausgegraben ;-)



  • Nach einer langen Phase der Sanierung sind bereits vor einiger Zeit die Baugerüste an den historischen Industriebauten der Bötzow-Brauerei in der Saarbrücker Straße abgebaut worden. Der Innenausbau wird stetig, wenn auch gefühlt in einem sehr langsamen Tempo, vorangetrieben. Für den weitestgehenden Erhalt und die umfangreiche Sanierung der noch erhaltenen Brauereigebäude wurde dem Eigentümer Hans Georg Näder Anfang dieses Jahres die Ferndinand-von-Quast-Medaille verliehen.

    Teilweise sind die Bestandsbauten, insbesondere im rückwärtigen Grundstücksbereich, bereits durch neue Mieter bezogen worden (Startups sowie Abteilungen der Orthopägietechnik-Firma Ottobock). Bei den straßenzugewandten Bauten erfolgt die Nutzungsaufnahme jedoch später, wobei südlich angrenzend die Vorarbeiten für einen angedachten Treppenaufgang begonnen haben.

    Ein Baubeginn der durch Chipperfield Architects geplanten vier unterschiedlich großen Neubauten mit ihren einheitlich gestalteten Bogenfassaden ist bisher scheinbar nur teilweise erfolgt. Eine Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme inklusive Umfeldgestaltung ist für Ende 2022 angedacht.


    Wie bereits ElleDeBe im vorigen Beitrag zeigen konnte, werden an der Ecke Prenzlauer Allee/Saarbrücker Straße Erdbauarbeiten sowie Verbauarbeiten durchgeführt. Es könnte sein, dass dies die ersten Zeichen der späteren, repräsentativen Treppenanlage sind, die zukünftig zu dem angedachten Biergarten hinaufführt, den es vor über 100 Jahren hier als Teil der Brauerei bereits gegeben hat.


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    Ein Blick in die Saarbrücker Straße zeigt die backsteinsichtige Gestaltung der sogenannten historischen "Sudbauten":


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    Wie erwähnt, scheint es südlich dieser Gebäude in Kürze einen Baustart für die Treppenanlage sowie die darunter befindlichen Räumlichkeiten zu geben.


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    Nur teilweise sind bisher Fenster eingesetzt worden. Während der östliche Bau insgesamt eher geschlossen wirkt, weist der westliche Bau mit seiner roten Backsteinfassade deutlich mehr Öffnungen auf. Beeindruckend werden hier später auch die großen Bogenöffnungen im Erdgeschoss sein.


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    Alle Fotografien sind durch mich aufgenommen worden.