Neubau John-Cranko-Schule (fertig)

  • In der Deutschen Bauzeitung gab es früher auf den letzen Seite immer eine Aufnahme eines eher als Bausünde zu bezeichnenden Gebäudes mit dem
    Hinweis dass man damit das Bild für die Wirklichkeit der Architektur wieder etwas geraderücken wolle, da man sich ja sonst die gelungenen Architekturen
    präsentiert. Ich finde solche Bilder oftmals sehr eindrücklich und vielsagend.


    In meinen Beiträgen hier im Fotoarchiv versuche ich missglückte, normale und gelungene Bauten nebeneinander zu stellen.


    Hier noch zwei Aufnahmen der John-Cranko-Schule von gestern:


    Vom Schloßgarten aus mit gleichmässiger Anordnung der Baukräne:




    Von oben her ein etwas verdeckter Blick auf die Nordfassade mit der absteigenden Reihung der kleineren Balletsäle:


  • Eieiei, und das unter den göttlichen Grünen. Vielleicht sollten wir in Zukunft außer Bahnhöfen und Flughäfen auch einfach keine Balettschulen mehr bauen :daumen:

  • Wirklich schlimm. Vollkommen überdimensioniert und gleichzeitig ohne jede Finesse. Plumper Sichtbetonkoloss. Schade, sowohl für die Stadt als auch für die Ausbildungsinstitution.

  • Enttäuschend mein Eindruck heute, nachdem die Betonaußenschale fast vollständig ist. Ich hoffe, der Eindruck ändert sich wieder etwas, wenn die
    Fenster eingebaut sind:








  • Unfassbar wie beschissen das Aussieht – Sorry für die Ausdrucksweise! Wird aber sicherlich jede Menge Architekturpreise abräumen :nono:

  • Wenn es nicht mal mehr ma-frey gefällt... Und das jetzt schon nicht! Das ist das Ende!! Architekturpreise sind dem Ding sicher, da bin ich bei Regent. Schließlich feiert man sich aus Überzeugung selbst.

  • Toll. Und da regen sich manche über Asphalt auf, der immerhin von einem wuseligen farbenfrohen Mobilitätsband bedeckt ist.


    Jetzt kann man wohl nur noch auf begabte Sprayer hoffen.

  • Also für mich ist dieser Betonklotz für ein Ballett von Weltruf einfach unwürdig. Von Ferne sieht das Ding wie übergroßer Wasserbehälter mit Fenstern aus.


    Sowas hat mehr in einem Gewerbegebiet verloren, als in Hanglange wo man dieses Ding von allen Seiten als Fremdkörper sehen.


    Vielleicht sehen es spätere Generationen als ein Meisterstück der Architektur an. Bei Stadtführungen wurde immer wieder erzählt, dass die neue Staatsgalerie als sie fertig war von vielen Stuttgartern Architekten und Bewohner als Schandfleck angesehen wurde.

  • Stammheim 2


    3 bitte, 2 ist doch schon längst vergeben!


    So wird dann aber mit System (erst Tümpel weggespart, nun kaputtgesparte Fassadengestaltung, siehe Visualisierung) ein echter Stuttgarter Stil draus und sogar mit Regionalbezug von wegen der Sparsamkeit der Schwaben, die man ja gar nicht wahrnehmen würde, wenn von vornherein mit kleinerem Budget architektonisch ansprechend geplant würde anstatt erst wie Graf Rotz vom Feinsten, um dann nachträglich die wesentlichen Gestaltungselemente des Entwurfs wegzusparen und für viel Geld Beton-Grusel zu bekommen. Stammheim 2 wäre auch endgeil gekommen als auf dem Wasser schwimmender Würfel, wie das geplant war, so wie dieser Stufen-Bunker mit der richtigen Fassade sich richtig geil in den Hang geschmiegt hätte.
    Schade nur, dass beim Innenministerium die Fassade nicht weggespart wurde, in grauem Beton würde das perfekt in dieses Ensemble passen und sogar eine Achse bilden, die man mit etwas Phantasie über Pragbunker bis Stammheim 1 durchziehen könnte.