Neubau John-Cranko-Schule (fertig)

  • Neubau John-Cranko-Schule (fertig)

    Für 35 Millionen Euro soll bis 2016 die John-Cranko-Schule inkl. Internat für 75 Ballettschüler zwischen Wera- und Urbanstraße neu gebaut werden. Den Architektenwettbewerb hat das Münchener Büro Burger Rudacs gewonnen. Es handelt sich um ein Hanggrundstück mit einem Höhensprung von 20 Metern.


    Ergebnis Wettbewerb:


    1. Preis: Burger Rudacs Architekten, München
    2. Preis: gmp Generalplanungsgesellschaft mbH, Hamburg
    3. Preis: Nieto Sobejano Arquitectos S.L., Berlin
    4. Preis: Karl + Probst, München
    5. Preis: Lederer Ragnarsdóttir Oei, Stuttgart


    Erstaunlich: Büros wie Zaha Hadid oder Sauerbruch Hutton schieden teilweise im ersten oder zweiten Rundgang aus.


    Die Fassade soll aus Sichtbetonwänden bestehen... ich bin gespannt, ob sich die Stadt nach dem Bibliotheks-Chaos nochmal auf so ein Experiment einlässt.


    Quelle: Baunetz

  • Das wird bei den Richtern des Landgerichts wahre Begeisterungsstürme hervorufen, wenn sie morgens ne halbe Stunde früher aus dem Haus müssen, um sich in der Ecke nen legalen Parkplatz zu suchen

  • ^^


    Dafür können die parkplatzlosen Richter zukünftig in ihrer Mittagspause den besten Balletttänzern der Welt beim üben zuschauen...

  • ^^


    Dafür können die parkplatzlosen Richter zukünftig in ihrer Mittagspause den besten Balletttänzern der Welt beim üben zuschauen...


    Dazu müssten sie die Schule aber aus Glas und nicht aus Beton bauen


    Obwohl, halt, soll ja Sichtbeton werden :D

  • ^^


    Die Richter könnten ja eine Bürgerinitiative gründen ;)


    Der große Tanzsaal ist tatsächlich nicht einsehbar, das wünscht sich der Direktor so (stand in der StZ...)

  • Der große Tanzsaal ist tatsächlich nicht einsehbar, das wünscht sich der Direktor so (stand in der StZ...)


    wenn dafür die Wohn- und Schlafräume der internierten öffentlich einsehbar sind halte ich das für einen lohnenswerten Kopromiss für die Richter :)


    Für Chat bitte PN nutzen, nicht die Info- und Bauthreads.

  • Was sagt man denn dazu? Der Neubau wirkt ja fast so, als hätte ihn der Sichtbeton-Meister Tadao Ando persönlich entworfen. Gefällt mir wirklich gut, auch wenn das Brettermuster in der Fassade nicht unbedingt sein müsste. Noch weniger ist mehr ;)


    Nach der neuen Bibliothek ist das also der nächste Bau, bei dem die Stadt sich bewusst sich für einen unverblümt modernen Entwurf entschieden hat. Respekt.

  • Jetzt erst gesehen. Der Delugan Meissl (Porsche-Museum)-Entwurf hätte mich noch am ehesten interessiert. Der Rest: Boxy. Der gmp-Entwurf hat noch eine gewisse Leichtigkeit.


    Hier noch ein paar Modelle in groß.
    Quelle: VBA Stuttgart

  • Äääh, nein, die John-Cranko-Schule ist eine renommierte Stuttgarter Einrichtung, benannt nach dem langjährigen Star des Stuttgarter Balletts, John Cranko.


    Was nützt der Name wenn das Gebäude potthässlich ist??


    Kostenexplosion noch vor dem Baustart.


    Das kommt mir doch alles sehr bekannt vor. Nichtmal ein hässlicher Betonklotz oberirdisch kann noch einigermaßen im Rahmen der Kostenschätzungen errichtet werden?

  • Hier mal die ganze Story zur John Cranko Schule. Schuster hat wohl darauf gedrängt dort den Neubau in Hanglage zu machen (daraus entsteht wohl das Gros der Mehrkosten), Reid Anderson dem Leiter der Schule war ein Standort in Cannstatt nicht genehm.


    Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de

  • Alt-OB hatte viel mehr Cannstattt favorisiert. Nun soll die Kostensteigerung diesem allein in die Schuhe geschoben werden, um einen Sündenbock zu haben - obwohl gemeinsam beschlossen. Durchsichtiger Wahlkampf.


    Den Standort nahe am Theater halte ich aber für goldrichtig. Die weltberühmte Schule muss sichtbar und eine angemessene Investition in die Zukunft sein. Pauschale "mir gäbet nix - Provinzdenke" ist hier völlig fehl am Platz, es sei denn, man will bewusst in der Bezirksliga spielen.

  • Wer jährlich 20 Mio. EUR für Hobbyradwege u.a. an der Weinsteige übrig hat, kann sicher ein Jahr mal darauf verzichten und diesen Betrag sinnvoller einsetzen. Stuggi hat hier einen Ruf als engagierte Kuturstadt zu verlieren, und das ev. nur wegen Schlechtplanung des Landes. Der Löwenanteil der Mehrkosten muss folglich natürlich vom Land getragen werden. Das peinliche Gezänk muss jetzt aufhören und das Projekt stramm umgesetzt werden.

  • Alt-OB hatte viel mehr Cannstattt favorisiert. Nun soll die Kostensteigerung diesem allein in die Schuhe geschoben werden, um einen Sündenbock zu haben - obwohl gemeinsam beschlossen.

    Ohne den vorliegenden Fall genauer zu kennen, kenne ich solches Verhalten aus Berufserfahrung. Widerliche Charakterschwäche.


    Zum Bau: Der sieht ja mal wieder Sch* aus. Die Stadt bringts fertig, auch noch die Kulturmeile zu profanisieren. Am besten noch eine quadratisch praktisch gute KiTa im 70er-Look danebenstellen und nicht zu vergessen ein paar Bürger irgendwie einbeziehen.


    Nach Energiewende, Entchristianisierung, PKW->Fahhrad-Konversion und Fernsehturmsperrung stellt die Kulturmeile die letzte Bastion traditionell-bürgerlichen Stuttgarts dar. Welche zu schleifen ist.

  • Der von Stadt und Land gefundene Kompromiss, was die Reduzierung der Kosten durch Vereinfachung der Architektur angeht, steht wieder auf der Kippe. Leider hatte man wohl vergessen, die Architekten über die Änderungen zu informieren. Und die sind nun mit Blick auf ihr Urheberrecht not amused. Staatssekretär Rust soll nun vermitteln. Ansonsten bleiben noch zwei Möglichkeiten: Der Gang vors Gericht oder eine komplette Neuplanung. Beides dürfte dauern...
    Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung…0f-8fec-937a75b53387.html