Verkehrsprojekte

  • Straßenbahn Leipziger Straße

    Hannes Kuhnert, ich denke, dass Du verstanden hast, was ich mit Aufweitung des Straßenprofils meinte. Der Asphaltstreifen bliebe wie im Bestand erhalten. Der Gleiskörper (der nach meinen Infos definitiv auf der Südseite geplant ist, wenn es denn tatsächlich eine Seitenlage wird) könnte idealerweise so gestaltet werden, dass er Teil des Schulvorplatzes wird bzw. im westlichen Bereich Teil des Festplatzaufganges.


    Ja, das Raum-Zusammenhang-Argument ist klar. Das mit der Straße von mir war nur eine Begriffssache.



    Du hast natürlich recht, dass die bestehenden Schulen so nicht profitieren würden. Allerdings stehen diese Schulen auch nicht mit der Breitseite an der Straße.


    Das ist richtig. Dafür haben sie da eine Grünfläche, die sich günstig mit der Straßenbahn verbinden könnte. Allein von den Schulen her, den nördlichen und der zukünftigen südlichen, seh ich eine Pattsituation der beiden Straßenbahn-Seitenlagen. Ich will mich damit aber gar nicht weiter für das eine oder andere aussprechen.


    Ich nehme schlicht zur Kenntnis, dass zumindest unter den Seitenlagen planerisch nur die Südlage im Spiel ist, wie Du schreibst. Für den Festplatz leuchtet das auch unmittelbar ein. Aber wie geht das dann stadtauswärts weiter? Lediglich erträglich erschiene die Südlage am Schloßteichpark. Weiter an der Ermafa-Passage wäre die Südlage bestenfalls ein Kuriosum – kann dort kaum in Frage kommen. Weißt Du, was die Pläne mit Südlage dort vorsehen? Einen Lagenwechsel?



    Aber es spricht auch ein ganz einfaches Argument für die Südseitenlage, die Entwicklung aus dem Bestand. Man kann so die Tram bauen ohne die Straße groß angreifen zu müssen.


    Da die Straße vollständig erneuerungsbedürftig ist, hat das Nebeneinander kaum Bedeutung als bautechnologischer Vorteil.

  • Auch Verkehr, aber Fußgänger. Immerhin 28% aller Wege in Chemnitz.
    In der Freien Presse wird eine Untersuchung zum Fußverkehr vorgestellt. Ich zitiere: Die Analyse lässt an deutlichen Worten wenig zu wünschen übrig. Sie dürfte so manchem genervten Fußgänger aus dem Herzen sprechen. Allein die "Beobachtungen im und um das Zentrum herum" umfassen nahezu 70Punkte, zumeist kritischer Natur. Da ist die Rede von einer "überaus öden Einkaufszeile, wie sie in südeuropäischen Touristenorten üblich ist" (Komplex Terminal 3 an der Brückenstraße); von Örtlichkeiten, die "wohl nur als städtebauliches Gerümpel bezeichnet werden" können (zwischen Stadthalle und Parkhaus Am Wall) und wiederholt von einer "völlig unverständlichen Wegeführung" (Getreidemarkt, Zugang zum Rosenhof). Über den Falkeplatz heißt es gar, dieser stelle "eine so komplizierte Verkehrsanlage (dar), dass sie im Rahmen dieses Fußverkehrs-Checks nicht sachgerecht beurteilt werden konnte".
    Zitat Ende.
    Als Fußgängerfreundlich wurde der Rosenhof und der Wall beschrieben. Im Grunde kennen wir alle die Gegebenheiten, und falls mal was umgebaut wird, soll der Fußgänger stärker berücksichtigt werden. Aber bitte den Fußgänger nicht nur als potenziellen Konsumenten betrachten. Sondern auch als Flaneur, oder einfach jemand, der von A nach B möchte.

  • Seit Jahren sind die Pläne der DB AG für den grundhaften Ausbau des sogenannten Chemnitzer Bahnbogens zwischen der Jägerstraße unweit des Dresdner Platzes der Goethestraße am Kapellenberg bekannt, der eine Fahrt mit 160 km/h ermöglichen soll. Auf einer Länge von rund drei Kilometern müssen sieben Brücken über Straßen und Gleise neu errichtet werden, nur der Viadukt über die Annaberger Straße bleibt nach jahrelangem Kampf erhalten und wird saniert. Zum Bauvorhaben gab es kürzlich umfangreiche Informationen, die die Freie Presse wie folgt zusammenfasst (Link, siehe auch DB-Präsentation):


    • Es besteht seit Anfang Juni 2018 Baurecht, auch Einsprüche sind nicht mehr möglich.
    • Der Zeitplan sieht einen Baubeginn im November 2019 vor und einen Abschluss etwa zwei Jahre später vor. Vorbereitende Arbeiten wie das Tieferlegen eines Abwasserkanals auf der Zschopauer Straße zwischen Luther- und Rembrandtstraße beginnen schon im Frühjahr. Die Sanierung des Viadukts kann wegen der nun nötigen Umplanung erst 2022-2025 stattfinden.
    • Zum Bauumfang kann man wohl kurz sagen, dass alles inklusive Gleisanlagen, Brücken, Haltestellen und Stützwänden komplett erneuert wird. Die Kosten betragen 65 Mio. Euro (ohne Sanierung Viadukt).
    • Zugverkehr soll auf einem Gleis weiterhin stattfinden können, es gibt also keine Totalsperrungen.
    • Die Haltepunkte Chemnitz-Süd und Chemnitz-Mitte werden zur barrierefreien Erreichbarkeit mit Aufzügen ausgestattet. Der Aufgang zum Haltepunkt Süd wird von der Südbahnstraße an die Reichenhainer Straße verlegt. Der bisherige Zugang an der Südbahnstraße wird verschlossen und durch eine Natursteinmauer mit Tür- und Fensterattrappen verblendet. Der Haltepunkt Mitte, dessen bisheriges Gebäude verkauft ist, wird an die Stollberger Straße verschoben. Damit verkürze sich der Weg für den Umstieg in Bus und Straßenbahn.


    Bezüglich der ebenfalls umstrittenen Abrisse der denkmalgeschützten Brücken im Bahnbogen wird zumindest ansatzweise Rücksicht genommen, indem die historischen äußeren Stahlträger aufgearbeitet und als Blenden wieder angebracht werden. Dies betrifft die Brücke auf der Strecke nach Werdau über die Reichenhainer Straße am Südbahnhof und an der Brücke über die Reichsstraße am bisherigen Haltepunkt Mitte. Diese Brücke soll allerdings gleichzeitig zugemauert werden. Warum man nicht wenigstens die Bahnsteigüberdachungen erhält, erschließt sich mir nicht. Die sind nicht nur eine schöne Erinnerung an alte Zeiten, sondern gegenüber den winzigen Unterständen auch für den wartenden Reisenden ein weit besserer Wetterschutz.


    Zum Vergleich mal die entsprechenden Visualisierungen im Vergleich mit dem aktuellen Zustand:


    Südbahnhof

    Visualisierung: DB Systel GmbH



    Foto: Miebner, entmommen von Wikipedia Commons


    Chemnitz-Mitte

    Visualisierung: DB Systel GmbH





    Bilder: (dwt).


    Achtung: Es gibt bei Wikipedia übrigens noch keine aussagekräftigen Bilder der Brücke über die Stollberger Straße. Bitte mal Bescheid geben, ob das jemand übernimmt, sonst nehme ich mir das für den nächsten Chemnitz-Besuch vor. Ein bisschen Zeit ist ja noch.

    Einmal editiert, zuletzt von lguenth1 () aus folgendem Grund: LInk zu DB-Präsentation und Kosten ergänzt ergänzt

  • In der Beschlussvorlage "Festlegungen der Stadt Chemnitz zur Planung des Chemnitzer Modells Stufe 4" (Link) werden auch Hinweise zur geplanten Linienführung gegeben (geplante Bauabschnitte schon hier im Forum vorgestellt):


    PFA1_Brückenstraße, Theaterstraße, Hartmann bis Leipziger Straße


    Theaterstraße von Falkeplatz bis Hartmannstraße: In Theaterstraße Führung der Straßenbahn in Seitenlage auf der Innenstadtseite, beidseitig gesäumt von Bäumen.

    Theaterstraße von Hartmannstraße bis Brückenstraße: Die Führung der Straßenbahn erfolgt in der Seitenlage. Für die Fahrgäste entstehen kurze Wege ohne Querung einer Hauptfahrbahn. Auf ein Rasengleis wird verzichtet.

    Brückenstraße von Theaterstraße bis Straße der Nationen: In der Brückenstraße wird die Straßenbahn, den Bestand aufgreifend, in Mittellage geführt.

    Hartmannstraße von Theaterstraße bis Leipziger Straße: Die Straßenbahntrasse soll aus der Seitenlage des Zentrumringes vorzugsweise in die südliche Seitenlage der Hartmannstraße geführt werden. Durch die Lage auf der Seite der Schmidt-Bank-Passage, des Luxor und der zukünftigen Oberschule am Hartmannplatz werden diese Einrichtungen optimal durch den ÖPNV erschlossen. Für die Fahrgäste und vor allem für die Schüler entstehen kurze sichere Wege ohne Querung der Fahrbahnen.

    Der weitere Verlauf ist abhängig von der Sicherstellung der notwendigen Leistungsfähigkeit des Verkehrsknotenpunktes Reichs-/Leipziger /Hartmann-/Limbacher Straße. Ein Verschwenk von der südlichen in die nördliche Seitenlage ist im Bereich Kaßbergstraße/Bergstraße denkbar.


    PFA2_Leipziger Straße von Hartmannstraße bis Wittgensdorfer Straße (Höhe Eissportkomplex)

    Hierfür liegt eine Vorplanung aus dem Jahr 2002 (Überarbeitung 2010) vor, die in einem breiten Abstimmungsprozess erarbeitet wurde. Dieser folgend sollte die Straßenbahntrasse von der Hartmannstraße bis zur Bornaer Straße in der nördlichen Seitenlage geführt werden.


    In den weiteren Abschnitten spielt die Lage der Trasse keine so große Rolle, da sie eher im Grünen liegen (abgesehen von dem Teil in Limbach-Oberfrohna).

  • Straßenbahn Leipziger Straße/Theaterstraße


    Als ich das las, hat es mich ein bisschen erschrocken.


    Insbesondere den Seitenlagen-Ansatz für die Theaterstraße bedaure ich.


    Der früher propagierte Gedanke, die Innenstadt besser mit den umliegenden Stadt zu verbinden, wird damit nicht ernsthaft verfolgt. Straßenbahn auf der Innenstadtseite heißt: Alles für den Stadtkern, nichts für die andere Seite, die Trennungswirkung der Straße wird weitgehend erhalten.


    Eine Straßenbahn in der Mitte bringt einen Mittelstreifen mit sich, der zwanglos viele Querungsgelegenheiten ermöglicht. Eine prinzipielle Symmetrie der Straße unterstreicht das Aufeinanderbezogensein der auf beiden Seiten angrenzenden Bebauungen.


    Straßenbahn in der Seitenlage und Fahrbahn auf der anderen Seite verstärkt dagegen die Rolle der Fahrbahn als eines irgendwie unerwünschten, trennenden Straßenteils. Die eine Seite wird zur „guten“ Seite, die andere zur „dreckigen“ Seite. Sicher gibt es Fälle, wo die Straßenbahn auf einer Seite eine sehr gute Lösung ist, aber bei der Theaterstraße erscheint das doch ziemlich ungeschickt.


    Detail am Rande: Vor einigen Jahren war noch angedacht, das südliche Randhaus am Durchgang zur Börnichsgasse abzureißen, weil es eine Engstelle darstellt bzw. eine sehr enge Kurve erzwingt. Später hat man es doch für möglich gehalten, unter Beibehalt des Hauses alles auf der Straße unterzukriegen; neulich ist das Haus saniert worden. Nun die Straßenbahn dort auf der Innenseite der Kurve anzuordnen, ist mindestens auffällig. Die Straßenbahn kann sehr vieles sehr gut. Kleine Radien gehören nicht dazu.

  • Bin ich ganz bei dir. Mir erschließt sich der Sinn der Seitenlage dort auch nicht wirklich. "Kurze und sichere Wege" ohne Querung der Farbahn machen nur für die Innenstadtseite Sinn. Für die Kassberg-Seite gibt es quasi keine Verbesserung. Gerade auch an der Theaterstraße - im Grunde der Ringstraße der Chemnitzer Innenstadt - empfinde ich die Führung in Seitenlage als sehr unattraktiv.

  • Den ganz großen Unterschied zwischen Mittel- und Seitenlage kann ich nicht erkennen. Wenn man in Mittellage zwanglose Querungsmöglichkeiten schaffen kann, geht das auch bei Seitenlage, da man ohnehin die Straße mit umbauen muss und von 2+2- auf 1+1-Fahrbahnen reduziert. Und man muss auch so ehrlich sein, dass es auf der anderen Seite kaum Bebauung und damit auch wenig Gründe für eine Querung der Straße gibt (die Markthalle ist ja nicht mehr für den Einkauf relevant). Wer etwas Zeit für eine Forumssuche hat, kann sich mal die Pläne für den Umbau der Theaterstraße heraussuchen, die eine sehr breite Fußgängerzone auf der Innenstadtseite und damit eine deutliche Aufwertung im Vergleich mit dem jetzigen Zustand vorsahen. Ob ich mich richtig erinnere und das noch so geplant ist, weiß ich aber nicht.

  • Theaterstraße

    Hier noch ein Artikel der Freien Presse vom November 2017, in dem die neuen Planungen schon besprochen werden:
    https://www.freiepresse.de/che…erstrasse-artikel10048286


    Danke für den Hinweis, das war irgendwie an mir vorbeigegangen! Leider findet sich sich auch hier keine nähere Erläuterung und schon gar keine Entkräftung des Einwands, dass die Fahrbahnen auf der Kaßberg-Seite konzentriert umso trennender wirken.


    Und noch das passende Bild zur Straßenbahn in Mittelllage - ob das die aktuelle Version ist, die hier schon mal gezeigt wurde, weiß ich leider nicht:
    https://www.freiepresse.de/the…sse-chance-artikel7735792


    Bei der Straßenbahn in Mittellage drängt es sich im Sinne der Wall-Idee natürlich auf, die Bäume statt an den Rändern am Gleiskörper anzuordnen, wie an der Reichenhainer Straße.

  • Folgende Baumaßnahmen mit Baubeginn im Jahr 2019 sollen auf der nächsten Stadtratssitzung beschlossen werden (Beschlussvorlage):


    - Umbau Gablenzplatz (Planungen bereits 2015 vorgestellt, siehe hier / Luftbild): Einrichtung von Mini-Kreisverkehren für 2,3 Mio. Euro, davon 1,62 Mio. Euro Fördermittel. Geplante Bauzeit vom 11.03.2019 bis zum 15.05.2020.


    - Techno- Campus Süd Planstraße C (Planungen ebenfalls von 2015, siehe hier): Erschließungsstraße für neues Gewerbegebiet. Gesamtkosten 864.729 €. Bauzeit vom 24.06.2019 bis zum 31.08.2020.


    - Ausbau der Lessingstraße zwischen Hainstraße und Lessingplatz: Grundhafte, barrierefreie Sanierung, verbunden mit Wegfall von 21 Stellplätzen. Gesamtkosten 683.146 €. Bauzeit vom 24.06.2019 bis zum 31.07.2020.


    - Koordinierte Baumaßnahme Walter-Klippel-Straße zwischen Augustusburger Straße und Eubaer Straße: Herstellung einer regelkonformen Verkehrsanlage mit Einordnung eines bebauungsseitigen Gehweges (Schulweg) entlang der neuen Fahrbahn, Schaffung von Begegnungsstellen sowie Umsetzung einer koordinierten Medientrassierung. Gesamtkosten 2,9 Mio. €. Bauzeit vom 04.03.2019 bis zum 31.12.2020.


    - Radweg Lugau-Wüstenbrand, 2. TA Chemnitz (Ortslage Mittelbach): Bau entlang der ehemaligen Bahnstrecke Lugau-Wüstenbrand. Gesamtkosten 750.000 €, davon 650.000 € Fördermittel. Bauzeit vom 11.02.2019 bis zum 29.11.2019.


    - Fahrbahnerneuerung der Scheffelstraße, Abschnitt zwischen Helbersdorfer Straße und Stollberger Straße: In das Vorhaben ist der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen „Paul-Bertz-Straße“ und „Helbersdorfer Straße“ (nur Richtung Annaberger Straße) einbezogen. Gesamtkosten 532.000 €. Bauzeit vom 03.06.2019 bis zum 20.12.2019.

  • Der Aufstieg des Ausbaus der Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig in den vordringlichen Bedarf wurde heute auch offiziell vom zuständigen Bundesministerium verkündet, nachdem das schon die Spatzen von den Dächern gepfiffen hatten. Wer sich dafür und auch für die anderen hochgestuften Projekte interessiert, kann sich das in folgender Datei anschauen: Link. Dort wird auch das schon von Ministerpräsident Kretschmer verkündete Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,6 bestätigt, womit man im Vergleich mit den anderen hochgestuften Projekten ganz weit vorne liegt - was die Notwendigkeit deutlich macht.


    Wenn man der Freien Presse (Link) Glauben schenken darf, bedeutet die undurchsichtige Darstellung des Bundesverkehrsministeriums, dass entgegen den früheren Planungen aktuell nur die Elektrifizierung zwischen Chemnitz und Geithain gesichert ist, während meines Erachtens bisher immer auch die Elektrifizierung über Bad Lausick geplant war. Stattdessen sollen die Züge vorerst über Borna geführt werden, wo schon eine Elektrifizierung besteht. Was diese Änderung auf eine bereits in einer Vergleichsbetrachtung durchgefallene Variante für Auswirkungen hat, muss man sehen. Für die Strecke über Bad Lausick gibt es noch eine Möglichkeit über das Deutschland-Takt-Programm


    Die Kostenaufstellung ist auch etwas undurchsichtig, weil sich der Unterschied zwischen "Gesamtkosten" (110 Mio. €) und "Erweiterungsinvestitionen" (82 Mio. Euro) nicht wirklich erschließt. Die diskutierte Erweiterung bis Rochlitz kann darin eigentlich nicht berücksichtigt sein, weder vom Zeitplan (noch nicht mal eine Untersuchung erfolgt) noch von den Kosten (im Vergleich mit Geithain-Chemnitz sehr kurzer Abshcnitt) haut das hin.

  • Über das Vorhaben berichtet auch die Lokalpresse. Wann die realisierung abgeschlossen ist, ist offen. Der Zeithorizont reicht bis 2030. Angesprochen wird auch, dass der Leipziger Citytunnel schon heute gut ausgelastet ist. Erinnert sei hier wieder einmal daran, dass die sächsische Staatsregierung unter Biedenkopf der Thüringer Staatskanzlei unter Vogel unterlegen war. Erfurt wurde ICE-Knoten und im Thüringer Wald wurde die "Längste U-Bahn Deutschlands" gebaut.


    Beim Projekt "Citytunnel Leipzig" sind dadurch die beiden Fernverkehrsröhren weggefallen. Die Region Chemnitz wurde abgeschnitten.

  • Der MDR berichtet heute über die Konsequenzen der Streckenführung über Borna (Link). Laut eines Vertreters von Pro Bahn würde sich die Fahrzeit von derzeit 59 Minuten auf 70 bis 80 Minuten verlängern. Grund dafür wären die zwischen Geithain und Leipzig fahrenden S-Bahnen mit ihren vielen Haltestellen, die den CLEX blockieren würden. Da könnte etwas dran sein, wenn man sich die vielen recht langsamen Fahrten auf der Trasse bei bahn.de anschaut. Über Überholgleise ist mir nichts bekannt. Auch der Citytunnel wird als Kapazitätsengpass gesehen, was eventuell sogar zu einer Reduzierung der dort durchführenden S-Bahn-Verbindungen führen könnte.


    Im Fazit kann man nur hoffen, dass sich doch noch Gelder für die Elektrifizierung über Bad Lausick finden. Die jetzt beschlossene Elektrifizierung bis Geithain wäre auch dafür als erster Schritt nötig gewesen, so dass erst mal nichts gegen dieses Vorhaben spricht.

  • Da leider zu wenige Chemnitzer aufmerksam das Architektur-Forum (bzw. die Stadtratsvorlagen) lesen, regt sich laut Freier Presse erst jetzt Widerstand gegen die schon seit 2015 bekannte geplante Einrichtung von zwei Mini-Kreisverkehren am Gablenzplatz (zuletzt hier). Das Vertrauen, dass es trotz der kurzen Strecke zwischen den beiden Rondells und der Querungs von Fußgängern dort nicht zu Stockungen des Verkehrsflusses kommt, fehlt komplett. Die Argumente gegen einen einzigen großen Kreisverkehr sind für mich aber nicht wirklich schlüssig, der Platz wäre dort auf jeden Fall vorhanden. Ich glaube, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

  • Neue Straßenbahnen


    Die erste neue Straßenbahn von insgesamt 14 der Marke Skoda ist am 30. November in Chemnitz angekommen.


    Die Freie Presse hat zum Thema der neuen Trams einen recht ausführlichen Artikel <, inklusive Videobeitrag, der so gut wie alle Fragen beantwortet.

    Einmal editiert, zuletzt von (dwt). () aus folgendem Grund: Text Optimiert

  • Weiterer Haltepunkt der Citybahn geplant


    Nachdem der neue Haltepunkt (Chemnitz-Küchwald ^^) eröffnet ist, plant der Verkehrsverbund Mittelsachsen und die Deutsche Bahn einen weiteren Haltepunkt im Stadtteil Hilbersdorf.
    Laut eines Artikels der FP von Gestern, führt man bereits Vorplanungen für einen Haltepunkt zwischen der August-Bebel und Hilbersdorfer Straße, (nahe dem Center der SachsenAllee)
    auf dessen Strecke bereits aktuell die Citybahn Chemnitz-Mittweida verkehrt.


    Eine Realisierung wird aber noch etwas auf sich warten lassen.

  • Nachdem der Kampf um den Erhalt des Viadukts gewonnen wurde, laufen die Detailplanungen dazu jetzt weitgehend ohne Echo in der Öffentlichkeit (Bahnbogen zuletzt hier im Forum). Die Planungen werden von einem Fachbeirat begleitet, in dessen letzter Sitzung wohl eine Variantenentscheidung getroffen wurde: Lok-Report. Für mich sind das zwar viel zu wenig Informationen für eine Bewertung, allerdings macht mir folgendes in dem Bericht große Sorgen:


    Zitat

    Anhand dieser Variante entwickelten die Experten des Fachbeirates weitere Ideen für die auszutauschenden Balkentragwerke. Es solle im Sinne einer modernen Architektur eine Tragwerkgeometrie gefunden werden, die sich von der Konstruktion des Denkmals unterscheidet und dieses in seiner Darstellung unterstützt.


    Mit nahezu identischen Worten wird üblicherweise jede Entstellung von Denkmalsubstanz grechtfertigt - man müsse die ja durch den "Kontrast" mit Sichtbeton herausstellen. Ich kann nur hoffen, dass man sich hier so eng wie irgend möglich an die Originalsubstanz annähert. Aber bei der geringen Aufmerksamkeit für die laufenden Planungen und den spärlichen Informationen ist wohl zu befürchten, dass das Ergebnis eine Ernüchterung wird.