Altenburg (Thüringen): Abriss, Neubau, Umbau

  • Altenburg (Thüringen): Städtebauliche Veränderungen

    Der ehemalige "Thüringer Hof" wird zur Zeit von privater Hand saniert.



    Der Campingplatz am Großen Teich ist fast fertig.

  • Altenburg (Thüringen): Städtebauliche Veränderungen

    In der Schmöllnschen Strasse 26/27 ist man bei dem "Lückenschluss" (links im Bild) in der obersten Etage angekommen.



    Die Sanierung des Gebäudes Brühl 2 hat begonnen.



    Obwohl aus dem Milionenprojekt der AWG (siehe Beitrag #25 http://www.deutsches-architekt…thread.php?t=10017&page=2) nicht wird, fallen ab Oktober die Hausnummer Teichstrasse 5 und 7.
    (Das Haus mit den grünen Fliesen bleibt stehen)



    Ab Montag, 16.07.2012 wird das Projekt Lebensmittelmarkt auf der Fläche der alten JVA begonnen.
    Es wird mit einen ca 10 Wochen langen Abriss begonnen.
    Es fallen die Gebäude
    *Külz-Strasse 13 und
    * Kanalstrasse 1 & 2 (inklusive Hintergebäude)


    Külz-Strasse 13



    Kanalstrasse 1 & 2 (Erbaut 1897)



    Die Hintergebäude

  • Altenburg (Thüringen): Städtebauliche Veränderungen

    Das Gerüst am Brühl 2 wächst und wächst.



    In der Schöllnschen Strasse beginnt man mit dem Dachunterbau.



    Bei der Bartolomäikirche wird das Gerüst abgebaut.



    An der Alten JVA beginnt man mit der Beseitung des störenden Grünzeuges.

  • Altenburg - Abrisse

    Ich verstehe nicht, was in Altenburg vor sich geht - oder ist diese erschreckende Entwicklung in allen ostdeutschen Kleinstädten zu beobachten und ich bekomme sie nicht mit, da es niemanden gibt, der ausführlich über andere vergleichbare Ort berichtet???


    Die Stadt schießt sich doch ein Eigentor. Wenn als nächstes die Häuser in der Teichstrasse 5 und 7 fallen, ist diese Straße städtebaulich endgütlig zerstört. Es ist ja nicht nur der unwiederbringliche Verlust historischer Bausubstanz, sondern auch ein katastrophale Einschnitt in das städtebauliche Gefüge - zumal es keine Nachfolgepläne für das Areal gibt!!!:nono:


    Gibt es denn vor Ort, Altenburgbus, keine Bürgerproteste gegen diese fatale Entwicklung? Und sind die Häuser in der Teichstraße, die noch sanierbar erscheinen, nicht denkmalgeschützt (was natürlich leider nicht viel heißen muss)?

  • Altenburg - Abrisse

    Ich verstehe nicht, was in Altenburg vor sich geht - oder ist diese erschreckende Entwicklung in allen ostdeutschen Kleinstädten zu beobachten und ich bekomme sie nicht mit, da es niemanden gibt, der ausführlich über andere vergleichbare Ort berichtet???


    Die Stadt schießt sich doch ein Eigentor. Wenn als nächstes die Häuser in der Teichstrasse 5 und 7 fallen, ist diese Straße städtebaulich endgütlig zerstört. Es ist ja nicht nur der unwiederbringliche Verlust historischer Bausubstanz, sondern auch ein katastrophale Einschnitt in das städtebauliche Gefüge - zumal es keine Nachfolgepläne für das Areal gibt!!!:nono:


    Gibt es denn vor Ort, Altenburgbus, keine Bürgerproteste gegen diese fatale Entwicklung? Und sind die Häuser in der Teichstraße, die noch sanierbar erscheinen, nicht denkmalgeschützt (was natürlich leider nicht viel heißen muss)?


    Und geschätzt: Wie viel der historischen Bausubstanz denkst du steht derzeit auf der Kippe? Wie hoch ist der Sanierungsstand?

  • Hallo Japher,


    zwar ein bisschen spät aber ich antworte. :lach:


    Die Teichstrasse 7 "Restaurant Zur guten Quelle" ist aus meiner Sicht nicht mehr zu retten.



    An der Teichstrasse 5 ist ein Denkmalschild angepappt.


    Wenn die beiden Häuser weg sind gibt es trotzdem noch sanierungsbedürtige Häuser dort.
    Die Hausnummern sind 8, 12 (Denkmal), 14, 15 (Denkmal), 17, 18 und 19 (ausgebrannt durch zwei Brandstiftungen).


    Nr 13:



    Rechts Nr. 14 | Links Nr. 15



    Nr 19



    Und dann noch die Hinterhöfe.



    Aber das diese Häuser saniert werden, ist zweifelhaft, da diese Häuser Privatpersonen gehören.
    Es gab vor langer Zeit mal echten Krach weil ein Giebel von einen Haus herunterzustürzen drohte.
    Erst nach langen hin und her hat die Person der das Haus gehört diesen (und wirklich nur diesen) dann sanieren lassen.


    Aber es gibt auch sehr ansehnliche Gebäude in der Teichstrasse. (Genau gegen über dieser verlassenen Gebäude)



    Wenn ich über neue Abrisse in Altenburg bescheid weiß, stelle ich sie hierein.
    Also alles was du bisher hier findest ist zur Zeit geplant (oder schon weg).
    Der Sanierungsstand ist in Altenburg gar nicht mal so gering.
    Wenn man durch die Stadt läuft wurde in den letzten Jahren einiges hergerichtet oder es wird bald saniert
    (zb. Brühl 2, Pauritzer Str. 1, Ernestinum, Theaterplatz 6, , Teehaus und und und).


    Klar es gibt noch genug zu tun, wie zum Beispiel in der Johannisstrasse...



    ...der Schmöllnschen Vorstadt...



    ...oder der Wallstrasse. (Dieses Haus hat ein Förderverein, die es schrittweise sanieren)



    Da aber (wie schon oft gesagt) viele Häuser nicht der Stadt oder den Wohnungsgesellschaften gehören,
    kann man da (soweit es nicht gefährlich für den öffentlichen Raum wird) nicht viel daran ändern.



    Ich hoffe ein paar Fragen beantwortet zu haben. ;)


    Gruß

  • Ein paar Bemerkungen noch zu Japhers Fragen. Insgesamt kann gesagt werden, dass in vielen ostdeutschen Städten Abrisse zu verzeichnen sind, da ist Altenburg keine Ausnahme. Auch in Zeitz, Weißenfels, Eisleben, Pirna, Zittau, Halle/Saale und anderen Städten wurden und werden teilweise hochkarätige Baudenkmäler aus der Barock- und Renaissancezeit abgerissen. Allerdings werden diese Abrisse in der Regel nicht von den betroffenen Städten forciert. Die meisten Stadtverwaltungen sind sich durchaus des baukulturellen Wertes dieser Gebäude bewusst und bemühen sich sehr engagiert um den Erhalt ihrer Baudenkmäler. Das Problem ist nur, dass viele ostdeutsche Städte mit enormen Bevölkerungsrückgängen zu kämpfen haben. Altenburg zählte 1989 rund 54000 Einwohner, jetzt sind es 34000 Einwohner, und das, obwohl es zwischenzeitlich Eingemeindungen gegeben hat. Folgerichtig gibt es in vielen ostdeutschen Städten erhebliche Leerstandsprobleme.


    Das Problem ist nun, dass die Bundesregierung die Meinung vertritt, dass auf diese Leerstände am besten mit einer Marktbereinigung durch Hausabrisse reagiert werden sollte. Dieser Logik folgt das 2002 gestartete Programm „Stadtumbau Ost“, das den Abriss von Wohnhäusern durch Zuschüsse und Schuldenerlasse subventioniert. Zwar gibt es im Rahmen des Programms „Stadtumbau Ost“ auch sogenannte Aufwertungsmittel, aber diese werden nur in dem Maße ausgereicht, in dem abgerissen wird. Dieses Programm führt dazu, dass Städte und Hauseigentümer zu Abrissen regelrecht genötigt werden.


    Mittlerweile gibt es zwar Zahlen, nach denen das „Stadtumbau Ost“-Programmkeineswegs zu einer Stabilisierung der betroffenen Städte geführt hat, dennoch will die Bundesregierung an dem Programm zumindest bis 2016 festhalten. Auf einem Kongress zum Stadtumbau Ost im Bundesbauministerium am 6.6.2012 wurde sogar eine Steigerung der Abrisszahlen gefordert. Ein Hoffnungsschimmer ist immerhin, dass die Abrissförderung des Programms immer weniger in Anspruch genommen wird. Viele Hauseigentümer merken mittlerweile, dass Abriss ihre Lage keineswegs und verzichten daher auf Abrisse. Daher besteht die Hoffnung, dass die Abrisse nicht mehr im jetzigen Tempo weitergehen werden.

  • Altenburg (Thüringen): Städtebauliche Veränderungen

    Am Klinikumneubau wurden jetzt die Fenster reingesetzt.



    In der Schmöllnschen Strasse wurde letzte Woche Richtfest gefeiert.



    In der Brauhausstrasse geht es vorran.
    Der Putz ist nun komplett runter neue Fenster werden schon eingebaut und das Dach wird neu gedeckt.



    An der "Alten JVA" ist der Abrissbagger angekommen.



    Und er legt schon kräftig los.
    Alte Garagenkomplexe sind schon weg...



    ...und seit Donnerstag frisst er sich durch ein Hintergebäude durch.
    Damit Platz wird für den Abriss der großen Häuser an der Strasse.

  • Altenburg (Thüringen): Städtebauliche Veränderungen

    In der Brauhausstrasse wird damit begonnen die Wärmedämmung an das Haus anzubringen.



    Im Gewerbegebiet Poststrasse wird seit Montag die ehemalige Diskothek Pharao abgerissen. (Leider zur Zeit kein besseres Foto möglich)

  • Altenburg (Thüringen): Städtebauliche Veränderungen

    Alte JVA:


    Nachdem die Garagen verschwunden sind, kommt nun der Bauschutt weg.



    Denn auch dieser Anbau wird nicht mehr lange stehen.
    Die Fenster hat ein Antikhändler ausgebaut und mitgenommen.



    Schmöllnsche Strasse


    Der Innenausbau geht voran.
    Und auch der Lückenschluss (rechtes Gebäude) hat nun ein gedecktes Dach.



    Moritzstrasse


    Nachdem man die Ziegelwand hochgebaut hat, kann nun die Einfahrt gegossen werden.



    Brühl


    Dach Dach über den Dach wächst.



    Poststrasse


    Der Abriss der Disco geht voran.



    alte Bahnpost


    Letzte Woche wurde beschlossen die "vergamelte" Bahnpost neben dem Bahnhof wegzubaggern und ein großen P+R Parkplatz für Pendler zuerrichten.
    Bauzeitraum: noch dieses Jahr.


    Eckdaten:
    Adresse: Wettiner Strasse 14, 04600 Altenburg
    Erbaut: 1911
    Abriss: 2012
    -> 51 P+R Parkplätze für S-Bahn Mitteldeutschland (3000 qm²)
    Kosten: 440 000 Euro (320 000 Euro Fördermittel)

  • Altenburg (Thüringen): Städtebauliche Veränderungen

    Alte JVA:


    Das erste Hintergebäude ist verschwunden.
    So sah es aus:



    Das große weiße Gebäude ist nun dran.



    Poststrasse:


    Die Halle der ehemaligen Disco wird platt gemacht.

  • Altenburg (Thüringen): Städtebauliche Veränderungen

    Tag 20 beim Abriss der Alten JVA 2:


    Von dem einst langen weißen Haus ist nur noch ein Ministück übrig.
    Auch das weiße Verbindungsstück (rechts im Bild) kommt noch unter den Bagger.



    Das Hintergebäude Nummer 4 muss jetzt dran glauben.




    In der Brauhaustrasse 30/31 geht es gut voran.
    Nachdem die Dämmung größsten Teils montiert wurde, wird nun fleißig verputzt.




    In der Moritzstrasse 14wurde am Donnerstag die Decke des EG (oder auch der Fußboden vom 1. OG ;)) gegossen.




    Am Theaterplatz 6 ist heute das Gerüst gefallen und nun kann es jeder wieder in der vollen Pracht bewundern.





    Im Gewerbegebiet Poststrasse dürfte die ehemalige Diskothek "Pharao" nächste Woche Geschichte sein.

  • Altenburg (Thüringen): Städtebauliche Veränderungen

    Alte JVA 2:


    Seit gestern geht es den ersten Gebäude an der Strasse zu Leibe.
    [Ironie an]
    War die Hausnummer vielleicht daran schuld? Dr.-Wilhelm-Külz-Strasse 13
    [Ironie aus]



    Bei dem zweiten Gebäude an der Strasse (Kanalstrasse 1 und 2) wurden heute
    Erdschichten als Schutz für dem Gehweg aufgeschüttet.




    Moritzstrasse 14:


    Jetzt geht es wieder zügig voran.
    Wo am 16.08.2012 noch die Decke des EG gegossen wurde, ist heute schon fast die Wand auf der Strassenseite fertig.



    Laut der Städtischen Wohnungsgesellschaft soll die "Sonne Ende des Jahres wieder scheinen." (Früher hieß das Haus "Zur Sonne")
    Aber wenn man über den Eingngsbereich schaut, strahlt die alte Sonne schon jetzt wieder.




    Sperlingsberg 16-19:


    Nachdem die Vermessungen gemacht wurden, sind heute die ersten Fenster ausgebaut worden.

  • Abriss JVA 2

    Die erste Aufnahme des Abrisses unter Beitrag 75 schmerzt besonders, da man dort erkennen kann, dass die Sicht auf architektonischen Schund der 70er? Jahre freigelegt wird :nono:

  • Dieser "architektonische Schund" heißt bei uns Poliklinik und ist auch ohne den aktuellen Abriss schon Jahrzehnte von der Strasse aus zusehen. ;)
    Außerdem wurde sie vor ein paar Jahren innen und außen saniert und ist mit ihrer kleinen Gaststätte sehr beliebt.



    Gewerbegebiet Poststrasse:


    Die ehemalige Disco "Pharao" ist bis auf die Schutthaufen verschwunden.

  • Altenburg (Thüringen): Städtebauliche Veränderungen

    Alte JVA 2:


    Dr. W.-Külz-Strasse 13 verschwindet aus dem Stadtbild.




    Sperlingsberg 16-19:


    Die Baustellenzufahrt wird eingerichtet.



    Gruß
    AltenburgBus

  • Altenburg (Thüringen): Städtebauliche Veränderungen

    Brühl 2:


    Am Brühl 2 wurden historische Entdeckungen gemacht.
    Zum Beispiel die wahrscheinlich älteste Bohlenstube Thüringens.





    Theaterplatz 6:


    Hier wird die Fassade im Erdgeschoss noch einmal nach geputzt.




    Sperlingsberg 16-19:


    Das Bauschild wurde aufgestellt.




    Ernestinum (Bei der Brüderkirche 6):


    Die Sanierung beginnt am 10.09.2012.




    Alte JVA 2:


    Der Abriss des Hauses Kanalstrasse 1 und 2 haben nun auch begonnen.



    Dabei wird viel Staub aufgewirbelt.



    Noch zwei "Szenebilder" vom Schlachtfeld.



    3 Videos vom Abriss der "Alten JVA 2":
    http://www.youtube.com/watch?v=7jMDamE3hHM
    http://www.youtube.com/watch?v=YBmEDiTGGlI
    http://www.youtube.com/watch?v=VL90Y3GJg3A&feature=youtu.be

  • Altenburg (Thüringen): Städtebauliche Veränderungen

    Brauhausstrasse 30/31:


    Die Fassade wurde gestrichen.



    Theaterplatz 6:


    Die Front des wiederaufgebauten Hauses mit der erhaltenen und restaurierten Fassade ist fertiggestellt.




    Teichvorstadt 4:


    Ein weiteres großes Teilstück der Fassade wurde vom Gerüst befreit.
    Alles (die Farbgebung und alle Stuckelemente) sind orignal getreu wiederhergestellt.